140401Kunst2Harburg - Die Harburger Fußgängerzone hat jetzt einen Drachenbaum. Die Künstlerin Karin Boine sorgte am Montag für Aufsehen in der "Lü", als sie mit einem Hubwagen

des Bauhofs des Bezirksamtes in luftiger Höhe ihre Kunst-Installation "Drachenbaum" im Süden der Lüneburger Straße platzierte. Ihre selbstgehäkelten Drachen aus roter Wolle sind Symbol für schwer erreichbare Wünsche, die in die Baumkrone einer etwa zehn Meter hohen Sumpfeiche gehängt wurden. Die Installation mit bis zu 20 Drachen ist für die Dauer von maximal einem Jahr geplant.

Der Drachenbaum soll als Baum der Wünsche verstanden werden: „Unsere Wünsche erfüllen sich140401Kunst nicht alle. Ich möchte an diesen Wünschen festhalten, ihnen einen Platz geben. Wünsche sind auch ein Ausdruck von Hoffnung. Ich hänge kleine Häuschen an den Baum, in die jeder seine Wünsche hineinwerfen kann. Für jeden Wunsch fertige ich einen neuen, kleinen Drachen an. Diese kleinen Drachen werde ich dann ab und an in den Baum hängen um den Menschen Mut zu machen, dass Wünsche und Hoffnungen nicht sterben, sondern sich manchmal doch noch erfüllen", sagte die Künstlerin.

Außerdem betonte Boine: "Die Drachen sind gehäkelt - eine sehr persönliche Herstellungsform - die Bezug nimmt auf Wünsche und Hoffnungen, die sich jeder selbst „häkelt“. Die rote Farbe drückt ihre Lebendigkeit und Unsterblichkeit aus. Solange wir leben, hoffen wir auf die Erfüllung unserer Wünsche.“ (cb)