140313Irma4Ehestorf - Der Kiekeberg trägt Trauer: Irma Kunstmann, die gute Seele des Gasthauses am Kiekeberg, ist am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren gestorben. "Sie ist ganz

friedlich in ihrer Wohnung im Gasthaus eingeschlafen. Genau so hatte sie es sich gewünscht", sagte ihr Sohn Johannes Schuster gegenüber harburg-aktuell. Die Beisetzung findet am Freitag auf dem Vahrendorfer Friedhof statt.

Mit Irma Kunstmann, vormals Schuster, ist eine Persönlichkeit von uns140313Irma2 gegangen, die weit über die Grenzen des Landkreises Harburg beliebt und anerkannt war. Ihr ganzes Herz gehörte ihrer Familie und natürlich dem Gasthaus, dass sie gemeinsam mit ihrem ersten Mann Heinrich Schuster nach dem Krieg wieder aufgebaut hatte und zu einem beliebten Ausflugslokal machte. Bekannt wurde Irma Kunstmann auch durch ihr selbst gebackenes Brot. Unzählige Kinder und Erwachsene haben bei ihr im benachbarten Freilichtmuseum gelernt, Brot zu backen. "Ganze Schulklassen haben an ihren Kursen am Holzofen teilgenommen. Einmal waren es sogar 900 Kinder an einem Tag", erinnert sich Johannes Schuster.

140313IrmaDer 58-Jährige führt seit rund 20 Jahren das Gasthaus, vertraute aber immer auf den Rat seiner Mutter, die nach dem Krieg aus Pommern geflüchtet war. "Sie hatte ein so großes Herz. Vor allem ihre Gäste lagen ihr immer sehr am Herzen. Ihr Motto war `Der Kiekeberg ist für alle da´", sagt Schuster. Erst als ihre Gesundheit es nicht mehr zuließ, hörte sie auf, für die Gäste in ihrer geliebten Küche die beliebten Speisen zuzubereiten. In den vergangenen fünf Jahren war sie auf den Rollstuhl angewiesen.

Johannes Schuster will das Gasthaus ganz im Sinne seiner Mutter weiterführen. Und um die Zukunft des Gasthauses am Kiekeberg muss man sich keine Sorgen machen: Die 28-jährige Irma Schuster, Tochter von Johannes Schuster und ebenfalls seit vielen Jahren für das Gasthaus am Kiekeberg im Einsatz, brachte vor sieben Monaten die kleine Amelie zur Welt. (cb)