140213RadHarburg – Es ist wirklich nicht mehr zu verstehen: Der Senat spendiert 259 Millionen Euro für ein Programm zu Beschleunigung der Busse, das die Leistungsfähigkeit der wichtigsten

Buslinien nördlich der Elbe auf Kosten des Individualverkehrs bremsen soll. Gleichzeitig verweigert der Senat aber weiten Teilen des Stadtgebiets – darunter Harburg – eine wesentlich günstigere ökologische Infrastruktur – nämlich das StadtRad. Begründung: zu teuer und die ungünstige Topographie Harburgs.

Selbst eine wuchtige  Gemeinschaftsaktion von Technischer Universität, Asklepios Klinik Harburg, channel hamburg, dem Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden und Bezirksamtsleiter Thomas Völsch konnte den Senat nicht beeindrucken.

Jetzt hat die Bezirkvsersammlung Harburg auf Initiative der Grünen einen Beschluss aus der letzten Legislaturperiode bekräftigt: Wir wollen StadtRad.

„Mit diesem Antrag wollen wir den Druck auf den Hamburger SPD-Senat deutlich erhöhen“, sagt  Grünen-Fraktionschef Kay Wolkau. „Statt eines sehr teuren und teilweise sehr fragwürdigen Busbeschleunigungsprogramms für Stadtteile nördlich der Elbe muss im Verkehrsbereich endlich mal etwas für Harburg getan werden.“

Der Senat müsste nur noch das Geld locker machen, die Pläne für ein Fahrrad-Verleihsystem in der Universitätsstadt Harburg hat Gerrald Boekhoff vom Bezirksamt längst ausgearbeitet und vorgelegt. Außerdem: Wenn der öffentlich finanzierte Innenstadtdialog „Harburg neu denken“ nicht zur Farce werden soll, müsste sich der Senat die Sache noch einmal genau überlegen: Die Forderung nach StadtRad gehört auch beim Innenstadtdialog zu den zentralen Top-Ideen. ag