131119WohngebietHarburg – Wer bei Veranstaltungen auf dem Schwarzenberg sein Auto dort auch abstellt, geht weiterhin volles Risiko. Versäumt es nämlich der Veranstalter,

eine Sondernutzung der Anlage als vorläufigen Parkplatz zu beantragen, wird der Autofahrer zur Kasse gebeten. Zwei Bezirksabgeordnete mussten wie berichtet beim Besuch des Zirkus Werona 35 Euro hinblättern. Die Frage ist nur: Woher soll der Autofahrer wissen, ob die Sondernutzung beantragt worden ist?

Immerhin gibt es in der Sache jetzt einen kleinen Fortschritt: Nach einer Anfrage der CDU-Bezirksabgeordneten Helga Stöver will das Bezirksamt die Veranstalter jetzt darauf hinweisen, dass sie nicht nur für ihre Veranstaltung, sondern auch für die Parkplätze drumherum eine Extra-Genehmigung beantragen und auch bezahlen müssen. Dies war bisher unterlassen worden, so dass manch Veranstalter seine Gäste nicht absichtlich in die Knöllchen-Falle tappen ließ.

Und wo sollen die Autofahrer parken, wenn sie es auf dem Schwarzenberg nicht dürfen? Offenbar in den umliegenden Wohngebieten! Sonst gibt es am Schwarzenberg kaum noch öffentliche Stellplätze.

Dass das Bezirksamt in dieser Frage schmerzfrei ist, bewies Gerrald Boekhoff, Leiter des Fachamts Management des Öffentlichen Raums im Innenausschuss der Bezirksversammlung bei einer Frage des CDU-Abgeordneten Berthold von Harten. Dieser wollte wissen, wo Besucher des Harburger Theater denn noch parken könnten. Die Situation verschärfe sich weiter, wenn der kleine Parkplatz in der Julius-Ludowieg-Straße dem Wohnungsbau weichen müsse. Antwort von Boekhoff: „Wieso? Im Marienviertel gibt es doch genug öffentlichen Parkraum!“

Die Anwohner werden sich freuen, ebenso ältere Menschen, die auf den Pflegedienst warten, während dieser auf Parkplatzsuche durchs Viertel kreisen muss! ag