PhoenixcenterHDRHarburg – Die geplante Erweiterung des Phoenix-Centers um rund 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche ist politisch fast durch. Nun muss der Entwurf des „Vorhabensbezogenen

Bebauungsplan Harburg 64“ nur noch öffentlich ausgelegt werden. Gibt es dann keine entscheidenden Einwände mehr, kann die Bezirksversammlung den Plan beschließen und damit rechtskräftig machen. Gegen die öffentliche Auslegung des Entwurfs stimmten im Stadtplanungsausschuss lediglich die FDP und die Linke. Beide fürchten um die wirtschaftliche Existenz der Geschäfte außerhalb des Phoenix-Centers.

Während der Bebauungsplan Details der Erweiterung festlegt, schließt die Stadt mit der Immobilien-KG FEZ Harburg und der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG einen zusätzlichen Vertrag, der den „Preis“ für die politische Zustimmung zur Erweiterung formuliert. Ganz unumstritten ist die Erweiterung nämlich nicht. Ein noch attraktiveres Phoenix-Center kann noch mehr Kunden nach Harburg locken, es kann aber auch die in  bestehenden Läden im Umfeld des Centers – und hier ganz besonders in der eher schwächelnden Fußgängerzone – nach unten drücken.

In dem Zusatzvertrag verpflichten sich Eigentümer und Betreiber des Centers, keinem neuen Mieter mehr zu verbieten, eine weitere Filiale mit dem gleichen Namen in der Harburger Innenstadt zu betreiben. Gleichzeitig wird eine Liste derjenigen Geschäfte aufgestellt, die in der Fußgängerzone noch wichtige „Frequenzbringer“ sind. „Sie dürfen künftig nicht mehr vom Phoenix-Center abgeworben werden“, sagt Harburgs Chefstadtplaner Carl-Henning von Lediges.

Vor allem aber zahlt die FEZ Harburg in zwei Raten insgesamt 1,225 Millionen Euro. Das Geld soll dafür verwendet werden, die Vernetzung zwischen Phoenix-Center und Fußgängerzone zu verbessern. Dabei soll der Weg über Seevepassage und Gloria-Tunnel bevorzugt werden. Er soll am Ausgang Moorstraße mit einer auffälligen Zusatzbeleuchtung stärker akzentuiert werden.

Für die Erweiterung des Phoenix-Centers sollen Stellplätze im Untergeschoss geopfert werden. So soll die unterste Verkaufsebene wie die Ebenen darüber als Dreiecke ausgelegt werden. ag