130804HbturmeMoorburg – Neuer Ärger beim Kraftwerksbau in Moorburg. Bei einer Kontrolle des Wassers im Hybridkühlturm sind Legionellen gefunden worden. Es handelt sich um eine

Gattung stäbchenförmiger Bakterien in der Familie der Legionellaceae. Sie gelten als Erreger der Legionärskrankheit, die oft von einer Lungenentzündung begleitet wird, die einen tödlichen Verlauf nehmen kann.

Laut Vattenfall zeigten die Messungen, die entsprechend der DIN-Norm und den Auflagen der Genehmigungsbehörde durchgeführt wurden, kein Vorhandensein von Koloniebildenden Einheiten. Eine zusätzlich durchgeführte Untersuchung nach einem in der Entwicklung befindlichen, zurzeit nicht normgerechten Messverfahren ergab einen Wert von 28 Koloniebildenden Einheiten (KBE) pro Millilieter. Der Zielwert liegt bei 10 KBE pro Milliliter
 
Als vorsorgliche Maßnahmen wurden die Arbeiten im Kühlturminneren eingestellt und der Kühlturm vorübergehend außer Betrieb genommen. Um den Hybridkühlturm wird eine Schutzzone von 10 Meter eingerichtet. Arbeiten in diesem Bereich erfolgen nur noch mit Atemschutzmaske.
 
Eine Gefährdung von Menschen außerhalb des betroffenen Kühlturms besteht laut Vattenfall nicht. Es sei auch zu keiner Erkrankung eines auf dem Kraftwerksgelände tätigen Mitarbeiters gekommen.
 
Jetzt wird die Ursache für das Auftreten der Legionellen untersucht. Kühltürme gehören wie Schwimmbäder oder öffentliche Duschen zu den Orten, an denen die Bakterien besonders oft vorkommen. Das liegt daran, dass sie sich in warmen Wasser besonders gut vermehren. dl