130820LampeHarburg – Einfach nur hässlich, grau und billig. Die neu installierte  Straßenbeleuchtung am Zugang zum Gloria-Tunnel in der Lüneburger Straße sieht aus, als hätte Hamburg für seine

ausrangierten Lampen eine neue Verwendung gefunden. Verantwortlich ist nicht der Bezirk. Diese Leuchten hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) installiert. Nicht einmal nachträglich auf LED wurden die Lampen umgerüstet. Im Bezirksamt ist man nicht glücklich über die Beleuchtung. „Wir haben versucht zu intervenieren“, sagt Bettina Maak, Sprecherin des Bezirksamtes.

Jetzt gibt es am Gloria-Tunnel, der mit Hilfe von 600.000 Euro aufgehübscht wird, um das Image vom Schmuddel-Tunnel wegzubekommen, ein Lampenwirrwar. In der Lüneburger Straße stehen ganz andere, optisch und vermutlich auch technisch wesentlich bessere Straßenlaternen. Im Tunnel soll ein neues Lichtkonzept, für das der Bezirks 100.000 statt der ursprünglich knapp 50.000 veranschlagten Euro springen lässt. „Wohlfühlgefühl“ soll das Licht irgendwann im Tunnel vermitteln.

Für Ralf-Dieter Fischer von der CDU werden durch die Lampen die Bemühungen sabotiert. „Billiglampen“, sagt er zu der Beleuchtung. Das käme davon, wenn man Dinge plant, für die man nicht zuständig sei. Jürgen Heimath von der SPD betont, dass die vom LSBG installierte Beleuchtung nichts mit dem geplanten Lichtkonzept im Tunnel zu tun habe. dl