130714SchuesseHeimfeld –  Die Geschosse haben ein Verkehrsschild massiv verbeult, ein zweites wurde glatt durchschlagen. „Ich schätze, sie sind aus einer Pistole mit

Kaliber 9 Millimeter abgefeuert worden“, sagt Heinrich Schabert, Chef der Forstverwaltung an der Kuhtrift.

Die Schilder stehen in Höhe des Hauses Kuhtrift Nummer 7, gleich am Anfang der Privatstraße, die intensiv von Spaziergängern mit und ohne Hund, Joggern, aber auch von Anwohnern der Waldsiedlung jenseits der Autobahn genutzt wird.

Gelegentlich haben sich im Bereich der Kuhtrift auch andere Personen aufgehalten, zum Beispiel Drogendealer, die im Tunnel unter der Autobahn ihren Geschäften nachgingen. Außerdem gab es dort offenbar ein mobiles Freudenhaus – meist ein älterer Ford Transit, in dem ein paar Meter abseits im Wald, manchmal aber auch direkt neben dem Tunneleingang zur Sache ging.

Anwohner vermuten nun, dass die Schüsse auf die Verkehrsschilder als Warnung an die Forstverwaltung gedacht waren, die durch verstärkte Präsenz Dealer und Zuhälter vertrieben hat.

Schabert: „Ich geh zunächst einmal von einem üblen Dumme-Jungs-Streich aus.“ Auf jeden Fall habe er die Polizei eingeschaltet. Der Vorfall müsse aufgeklärt werden. Es könne nicht sein, dass das Betreten des Forsts für Erholungssuchende mit Gefahren verbunden ist. ag