130621SarrazinHarburg – Sollte es im „Erkundungsfeld Vierlande“ jemals eine Förderung von Erdgas mit Hilfe von Fracking geben, wird dies nicht vor Ende dieses Jahrzehnts passieren. Zurzeit

sind die Chancen dafür allerdings gering, denn eine große politische Mehrheit in Hamburg sieht das Verfahren extrem kritisch, bei dem größere Mengen Wasser – versetzt mit einem Chemikaliencocktail  – unter hohem Druck in Schiefersteinschichten gedrückt werden  sollen. Umso härter sind die Bandagen, die der Energiekonzern Exxonmobil aufzieht, um Stimmung für das Fracking zu machen.

So berichten  Harburger Politiker von Anrufen der Exxon-Unternehmenskommunikation, in denen sie aufgefordert wurden, die Berichterstattung von harburg-aktuell.de über die Sondersitzung von Umwelt- und Regionalausschuss am vergangenen Freitag im Rieckhof zu missbilligen. In dem Bericht war die ablehnende Haltung der Zuhörer zum Ausdruck gekommen.

Manuel Sarrazin (Foto), Harburger Bundestagsabgeordneter der Grünen, und Jürgen Marek, Bezirksabgeordneter der Grünen, wollen heute, Freitag, 21. Juni, 18 Uhr, im Elbcampus (Kompetenzzentrum der Handwerkskammer am Bahnhof Harburg) zusammen mit Energieforscher Jeffrey H. Michel und Andreas Rathjens von der Bürgerinitiative Völkersen öffentlich beraten, was Harburg jetzt gegen das Fracking unternehmen kann. Das „Erkundungsfeld Vierlande“ ist 150 Quadratkilometer groß und reicht vom Bezirk Bergedorf bis zum Einzugsbereich der Wasserwerke Bostelbek und Süderelbmarsch im Bezirk Harburg. Jürgen Marek: Wir sehen Fracking im Einklang mit zahlreichen Gutachten weiterhin als Risikotechnologie an, deren Folgen für Mensch und Umwelt man zurzeit nicht seriös einschätzen kann.“ ag