130604CaesarWilhelmsburg – „Caesar“ macht wieder Schlagzeilen. Vor gut drei Jahren war die antriebslose schwimmende Werkhalle, Baujahr 1902, am Kanalplatz in Harburg aufgetaucht

und gleich von Gastronom Heiko Hornbacher als Location der besonderen Art entdeckt worden.

 

Es folgten ein paar Veranstaltungen mit dem Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden, Liedermacher Werner Pfeifer und anderen. Dann verschwand Hafenlieger „Caesar“ wieder, sozusagen über Nacht. Hornbacher, dessen Gastronomieteam sich inzwischen auf dem maritimen Unikum eingerichtet hatte, konnte sich nur wundern.

Seit Herbst 2011 liegt „Caesar“ nun im Spreehafen, wo er vor mehr als 100 Jahren seine berufliche Karriere“ begonnen hatte – zunächst kaum zugänglich hinter dem drei Meter hohen Zollzaun vom Freihafen, seit Beginn des Jahres nun zwar ohne Zaun, genutzt werden kann „Caesar“ immer noch nicht. Der Steg, an dem das anerkannte Kulturdenkmal und noch ein paar andere historische Hafenlieger vertäut sind, darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Er ist baufällig.

Das widerspricht eigentlich den Plänen der IBA, die sich die Öffnung des Spreehafens für die Bewohner des Reiherstiegviertels auf ihre Fahnen geschrieben hat. Aber wie so oft ist das bisher an der Finanzierung gescheitert. „Uns fehlen noch etwa 13.000 Euro“, schätzt Christine Röthig vom Verein „Hamburger Hafen Lieger Verbund“. ag