130123tuhh Harburg- Querschnittlähmung ist nicht heilbar. Bisherigen Ansätzen ist es nämlich nicht gelungen, dass verletzte oder durchtrennte Rückenmark ausreichend mechanisch zusammenzuführen und einen gezielten Zugang zum beschädigten

Gewebe herzustellen.

Genau hier setzten im Jahr 2007 Prof. Dr. Jörg Müller sowie Prof. Dr. Klaus Seide vom Unfallkrankenhaus Boberg an und forschten intensiv an diesem zukunftsweisenden Vorhaben (Inzwischen hat Prof. Dr. Hoc Khiem Trieu den Lehrstuhl von Prof. Dr. Müller übernommen).

Als Helfer soll in der Zukunft ein kleines Verbindungselement dienen, dass wie folgt funktioniert: Im Innern eines elipsenförmigen Implantats befinden sich wabenförmige Röhrchen. An einer Stelle des Verbindungselements befindet sich ein kleiner Schlauch. Der Clou: Während der Implantation wird mithilfe des Schlauchs Luft abgesaugt, so dass ein Unterdruck entsteht, der die zertrennten Nerven zusammensaugt und dazu bringen soll, durch die Röhrchen wieder zusammenzuwachsen.

Dem Team der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) gelang in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf die Entwicklung eines Implantats, dass bei ersten Tierversuchen positive Resultate hervorbrachte. Ziel der Hamburger Forscher ist es nach eigener Aussage, in weniger als zehn Jahren mit einem serienreifen Implantat für querschnittgelähmte Patienten auf dem Markt zu kommen. (pw)