130110SperrgitterHarburg - Irgendwie klappt das mit den Zäunen, Gittern und Geländern in Harburg nicht so ganz. Vor allem wenn Wasser in der Nähe ist. Im Frühjahr ließ das Bezirksamt plötzlich ein Geländer um den Kanalplatz ziehen, zur

gleichen Zeit machten sich Bauarbeiter ans Werk, um ein Stück abgesackte Kaimauer zwischen Schleuse und Süderelbe auszubessern.

 

Wie harburg-aktuell berichtete, verschwanden die Bauarbeiter nach wenigen Tagen wieder und ließen eine ungesicherte Baustelle mit Stolperfallen direkt im Uferbereich zurück. Die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) wollte, so die Auskunft damals, erst einmal die ersten Erkenntnisse der Arbeiter auswerten, um dann den ganzen Bereich gründlich auszubessern.

 

 

Monate später war auch das erledigt. Damit war aber immer noch nicht alles in Ordnung. Bis gestern jedenfalls standen auf dem Kai vier Sperrgitter in der Gegend herum, der Boden in Ufernähe war mit einer Art Kies bedeckt, auf dem man wie auf Glatteis ging. „Wir haben das geprüft“, sagt HPA-Sprecher Alexander Schwertner. „Die Baufirma hat die Gitter dort schlicht vergessen.“ Und der „Kies“ sei in Wirklichkeit Fugenfüllmateial, das die Spalten zwischen den Platten füllen soll. Schwertner: „Da werden wir noch einmal gründlich fegen.“

Dass an dieser Stelle im Gegensatz zum Kanalplatz kein Geländer aufgestellt wird, ist eine andere Geschichte. Fußgänger sollten eben immer wissen, ob sie gerade in einer Gegend aufhalten, die als „normale Bezirksfläche“ oder als „Hafengebiet“ ausgewiesen ist. ag