121204RSHarburg - Die geplante Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße wird zwar auch Auswirkungen auf die Verkehrsströme in Harburg haben. Aber Bezirksamt und Bezirksversammlung

halten sich bisher mit konkreten Forderungen oder gar einer aktiven Teilnahme an den Planungen zurück. Der Stadtplanungsausschuss hat sich lediglich zu einer allgemeinen Aussage entschließen können.

Auf Vorschlag von Baudezernent Jörg Penner fordert Harburg nun, die Anbindung Harburgs durch die Verlegung der Reichsstraße nach Osten nicht zu schwächen. Die Belastung dürfe aber auch nicht zunehmen.

 

Unterdessen wird in Wilhelmsburg wesentlich konkreter um die Verlegung gerungen. Dabei geht es vor allem um den Vorschlag des Wiener Verkehrsgutachters und "globalen Fußgängervertreters", der Autos "wie ein Virus" einstuft, Prof. Hermann Knoflacher, welcher nicht nur die Breite der vierspurigen Straße verringern will. Er schlägt auch eine erhebliche Temporeduzierung auf 40 statt 80 Stundenkilometer vor. Die Leistungsfähigkeit der Straße werde nach Knoflachers Einschätzung dadurch nicht gefährdet. Wohl aber könnte sie für Lkw-Fahrer unattraktiver werden, die die Reichsstraße und die Bremer Straße nutzen, um Staus rund um das Maschener Kreuz zu umfahren. ag