121123Schlot1Heimfeld - Nach zwei Tagen und 840 Kilometer erreichten die beiden Schwertransporter endlich Heimfeld. Die Asklepios-Klinik Harburg bekam am Donnerstagvormittag zwei 45 Meter hohe und 20 Tonnen schwere Schornsteine angeliefert und eingebaut. Eigentlich sollten die Sattelschlepper bereits gestern Nacht auf dem Krankenhaus-Gelände eintreffen, doch weil sich der Transport um eineinhalb Stunden verzögerte, legte ihn am frühen Morgen die Polizei still, um den Berufsverkehr nicht zu behindern.

So musste der Konvoi mehrere Stunden an der Raststätte Harburger Berge an der A7 halt machen. Nachdem der morgendliche Berufsverkehr abgeflossen war, gab die Polizei grünes Licht zur Weiterfahrt und sperrte die B73 sowie den Eißendorfer Pferdeweg, den die beiden Transporter rückwärts meistern mussten. Anschließend wurden die neuen Schornsteine, die von der Firma Abgaskontor in Oberbayern hergestellt und von dort nach Harburg transportiert wurden, von zwei 60 Meter hohen Telekränen in die neue Energiezentrale des neuen Krankenhausgebäudes eingesetzt.

Die Energiezentrale wird das "Herzstück" des „Green-Hospitals" der Asklepios-Klinik, mit dem sich das Krankenhaus in Sachen Umweltschutz zur echten Vorzeigeklink herausputzen möchte. Allein in sie werden rund acht Millionen Euro investiert. Mit zwei Blockheizkraftwerken, die jeweils 2,6 Megawatt leisten, soll mit Gas genügend Strom produziert werden, um den gesamten Energiebedarf des Krankenhauses zu decken. Nach Angaben der Klinik kann so der Energieverbrauch um 28 Prozent gesenkt werden.

Das Projekt „Green Hospital“ hat seinen Preis: Rund 70 Millionen Euro werden für den Umbau fällig, 30 Millionen davon werden aus Fördermitteln generiert. Die Fertigstellung der  Energiezentrale ist für März nächsten Jahres vorgesehen, dann soll auch das erste Mal Rauch aus den neuen Schornsteinen qualmen. (pw)