120412FSStHarburg - Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) eiert weiter herum. Eine klare Aussage über die Zukunft der Führerscheinstelle am Großmoordamm gibt es bis heute nicht. Der Service war im April quasi über Nacht „vorübergehend“ eingestelltworden. Schon damals gab es keine klare Begründung für die Entscheidung.

 

Einige sprachen von einem Modellversuch, andere wussten sogar von konkreten Sparmaßnahmen, denen die Führerscheinstellen in Harburg und Bergedorf zum Opfer gefallen seien. LBV-Sprecherin Kathrin Fechner nannte auch einen hohen Krankenstand als Begründung für die Schließung: „Sonst wäre es immer wieder zu unvorhergesehenen Schließungen gekommen.“ CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer wollte aus LBV-Kreisen gehört haben, dass die Schließung zunächst auf ein halbes Jahr ausgelegt sei.

 

Das halbe Jahr ist herum, die Führerscheinstelle ist immer noch dicht. Jetzt lassen allerdings ein paar Aussagen des stellvertretenden LBV-Geschäftsführers Andreas Schorling im Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr ein wenig tiefer blicken – vor allem in die innere Struktur so eines Landesbetriebs. Schorling berichtete nämlich, dass der LBV schon seit einigen Monaten dabei sei, seine „Software upzudaten“. Und das sei nun einmal „sehr anstrengend“, besonders wegen der „schwierigen Personalstruktur“ innerhalb des LBV. Deshalb gebe es da auch einen so hohen Krankenstand.

Schorling kann immer noch nicht sagen, wann die Harburger Führerscheinstelle wieder geöffnet wird oder ob sie für immer dicht gemacht wird. Vielleicht könne er Ende des Jahres etwas Genaueres sagen. Vorher müsse sich erst einmal das Aufsichtsgremium des LBV damit beschäftigen. Schorling: „Das ist ein anspruchsvolles kompliziertes Procedere.“ ag