120809GeselleHarburg - Er stand ein wenig ratlos in der Eingangshalle des Harburger Rathauses. „Wo finde ich denn den Bürgermeister?“, fragte Constantin („Mein Nachname ist nicht wichtig.“), 22 Jahre alter Zimmermannsgeselle aus Auerbach

im Vogtland. Treppe hoch, dann rechts, das letzte Zimmer am Ende des Flurs.

Zufällig hatte Bezirksbürgermeister Thomas Völsch ein paar Minuten Zeit, und so konnte Constantin ihn offiziell um Erlaubnis bitten, sich in der Stadt aufzuhalten. „Das ist so Sitte bei uns“, sagt Constantin. Nach seiner Freisprechung ist er auf die Walz gegangen.

Im Spätmittelalter waren die Wanderjahre für Gesellen sogar Pflicht. Vor ihrer Meisterprüfung sollen sie fremde Orte, andere Menschen und deren Gebräuche kennen lernen. Constantins nächstes Ziel ist Hitzacker: „Ich habe da noch etwas zu erledigen.“ Mehr verriet er nicht, als er sich an der Raststätte Stillhorn verabschiedete.

Klar, dass er Hitzacker nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern als Anhalter erreichen wollte. mz

Hier der Link zu der auch in Harburg aktiven Zunft :

www.rechtschaffene-maurer.de