120729SeehundFriedrichskoog – Gute Nachricht von der Nordseeküste. Die Quarantänezeit für Heuler „Fips“, der Anfang Juli in Finkenwerder eingefangen wurde, ist vorbei. 16 Kilo schwer und kerngesund, kann er jetzt mit seinen Seehund-Kumpels im Aufzuchtbecken der Seehundstation seine Bahnen ziehen.  „Fips“ ist einer der beiden Hamburger Heuler.

„Bootsmann“ (Foto), der in Moorburg eingefangen wurde und erst seit letzter Woche in Friedrichskoog ist, muss noch aufgepäppelt werden und in Quarantäne bleiben. Zurück in die Nordsee geht es so bald wie möglich. Mindestens 25 Kilo müssen die kleinen Seehunde auf den Rippen haben, bevor sie ins raue Leben entlassen werden.

Das hat sich in den letzten Jahren offenbar gebessert. Der Seehundbestand im Wattenmeer steigt. Auf rund 30.000 Tiere schätzen Experten die Zahl der Seehunde, die sich entlang der Nordseeküste tummeln. Das ist ein großer Erfolg. Die Seehundbestände waren 1988 und 2002 durch zwei Epidemien dezimiert worden. In beiden Jahren hatte das Staupevirus gewütet.

In Friedrichskoog tummeln sich durch die Erholung der Bestände so viele Heuler wie nie. Rund 160 Tiere wurden in diesem Jahr aufgenommen. Im Verhältnis zur Population ist die Zahl der Heuler laut Experten gleich geblieben. zv