120529Kraftwerk1Moorburg - Ein Blick in den Hybridkühlturm des Kraftwerks Moorburg – so wie er nur aus größerer Höhe möglich ist. harburg-aktuell.de hat ihn riskiert und neue, spektakulärer Bilder vom Kraftwerk Moorburg gemacht, die gut den Stand der Anlage dokumentieren. Besonders auffällig ist der Hybridkühlturm zwischen Kraftwerk und Kattwykbrücke mit seinen Öffnungen im unteren Bereich und dem großen Baukran, der die 60,5 Meter hohe Kühlanlage überragt.

Hybridkühltürme gibt es bislang nur wenige in Deutschland. Sie sind kleiner als herkömmliche Kühltürme und es werden keine Wasserdampfschwaden über ihm hängen. Zum Einsatz soll der Hybridkühlturm immer kommen, wenn die Auflagen der Stadt es nicht zulassen, dass Kühlwasser aus der Süderelbe entnommen wird. Der Bau des Kühlturms, der eine zusätzliche Investition von rund 200 Millionen Euro erfordert, war eine Reaktion auf die Auflagen, die strengen Wert für den Sauerstoffgehalt und die Temperatur des Elbwassers vorgeben. Die hätten dazu geführt, dass das Kraftwerk nur mit eingeschränkter Leistung und im Sommer sogar für ganze Wochen nicht am Netz sein würde.

Das der Hybridkühlturm nicht so ein Riese ist wie ein konventioneller Kühlturm (zwei stehen auf der Hohen Schaar), liegt an der Technik. Während konventionelle Kühltürme die Höhe brauchen um einen „Kamineffekt“ zu erzeugen wird die Luft in einem Hybridkühlturm über Ventilatoren bewegt. Das erklärt auch die Öffnungen, die am unteren Ende der Anlage zu sehen sind. zv

 

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