Gloriatunnel2Harburg - Auch wenn sich die Kosten für den Umbau des Harburger Schmuddeltunnels fast verdoppelt haben, hält das Bezirksamt an seinem Plan fest. „Wir werden den Tunnel eben in mehreren Etappen attraktiver machen“, sagt

Bezirksamtssprecherin Petra Schulz. Das Umbau-Konzept eines Architektenbüros sehe ohnehin insgesamt zwölf einzelne Maßnahmen vor.

Priorität hätten jetzt erst einmal die Verglasung der Tunnelwände und die Beleuchtung, also alles, was den Tunnel heller und freundlicher macht.

Das Bezirksamt hatte zunächst Arbeiten für sieben verschiedene Gewerke ausgeschrieben. Schulz: „Leider hat es für einige Gewerke nur ein einziges Angebot gegeben.“ Dass die Kosten so aus dem Ruder gelaufen seien, erklärt die Sprecherin mit gestiegenen Baukosten, der sehr guten Auftragslage im Baugewerbe und auch mit leicht veränderten Planungen. Sie bestätigte, was harburg-aktuell schon vor einer Woche gemeldet hatte: Die Bezirksversammlung hat 350.000 Euro für den Umbau bewilligt, addiert ergeben die Angebote aber eine Summe von mehr als 700.000 Euro.

Probleme bereite noch die geplante barrierefreie Toilettenanlage. Sie sei sehr kostenintensiv, möglicherweise könne man auch das vorhandene WC sanieren und erst später, wenn genug Geld da ist, behindertengerecht umbauen. Das Bezirksamt hofft, im Juli mit den Arbeiten beginnen zu können. Im Herbst soll alles fertig sein.

Vorher – voraussichtlich im Juni – soll es auch Gespräche über eine Nutzung einer neuen kleinen Ladenfläche im Tunnel geben. Schulz: „Da hat die Bezirksversammlung schon einen Wunsch geäußert: In den Räumen soll sich die Internationale Bauausstellung präsentieren.“ Was allerdings nach der Abschlusspräsentation der IBA im kommenden Jahr mit den Räumen geschieht, steht noch in den Sternen. mz