120321RieckhofHarburg – Wenn am kommenden Wochenende die A7 zwischen Stellingen und Eidelstedt für den Einbau einer Brücke der Güterumgehungsbahn gesperrt wird, wird es laut Verkehrsstaatsrat

Andreas Rieckhof vor allem im Bereich Harburg ganz schön dicke kommen. Sein Tipp: Wer kann sollte an diesem Wochenende auf die Fahrt mit dem Auto verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigen.

 

Darum geht es: ab Freitag 22 Uhr wird die A7 bei Stellingen für 56 Stunden gesperrt. Weil man aber auf jeden Fall einen Stau im Elbtunnel, in dem je Richtung in der Zeit lediglich zwei Spuren je Richtung zur Verfügung stehen, vermeiden will, wird bereits in Waltershof die Autobahn verengt. So dürfte es davor einen Stau geben. Der Nahverkehr, der den Großteil des betroffenen Verkehrs ausmacht, wird vermutlich durch Harburg ausweichen. Auf der Bremer Straße, der Winsener Straße und der Stader Straße wird mit starken Behinderungen gerechnet. Die Polizei wird verstärkt im Einsatz sein, um zu verhindern, dass Kreuzungen blockiert werden.

Laut Rieckhof wird an dem Wochenende der Nahverkehr verstärkt. Die Züge der S3 werden verlängert, damit mehr Fahrgäste mitgenommen werden können. Auch die Taktung wird erhöht. Bis spät in die Nacht werden alle zehn Minuten Züge eingesetzt werden. auch die Zahl der Busse wird erhöht. Sie, so die Einschätzung der Hochbahn, werden von den Verkehrsbehinderungen betroffen sein. Wer nicht auf das Auto verzichten will und ortskundig ist, der sollte die Hauptausweichstrecken umfahren. Auch das Fahrrad könnte eine gute Alternative sein. Für das Wochenende ist echt gutes Wetter angesagt.

Für die Niedersachsen, die an dem Wochenende Ferienbeginn haben wird der Start in den Urlaub durch die Sperrung zum Problem, wenn es Richtung Norden gehen soll. Die A1 ist die Strecke für die weiträumige Ableitung des Verkehrs. Gegen Staustehen hilft nur der schnelle Start am Freitag, um bis 22 Uhr Stellingen passiert zu haben. Oder man wartet bis Montag. Dann soll ab 6 Uhr die Autobahn wieder frei sein.
Grund der Sperrung: die knapp 36 Meter lange Brücke der Güterumgehungsbahn wird durch eine gut 50 Meter lange Brücke ersetzt. Die Durchfahrtsbreite wird dann 46 Meter betragen.

Was noch schön zu hören ist: Die Sperrung der A7 wird auch für jede Menge Sanierungs- und Reparaturarbeiten genutzt, die sonst an anderen Tagen durchgeführt worden wären. Dazu gehört auch die Erneuerung der Entwässerungsanlage der Fahrbahn bei Waltershof, die durch den Schwerlastverkehr beschädigt ist. Auch Farbahnmarkierungsarbeiten und die Ausbesserung von Schäden in der Fahrbahn sollen erledigt werden.

Rund 100 Arbeiter werden allein für solche Aufgaben an verschiedenen Stellen eingesetzt. Eins kann man sich gleich verkneifen: Kran-Gucken. Es wird vermutlich spektakulär aussehen, wenn der auf der A7 aufgebaute 1.000-Tonnen Kran die alte, 120 Tonnen schwere Brücke aus ihren Lagern hebt. Hinkommen wird man nicht. „Die Baustelle ist weiträumig abgesperrt“, sagt Rieckhof. Der Anliegerverkehr wird kontrolliert. zv