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Vogteistraße: Unfallschwerpunkte durch Tempo-30-Regeln
Dienstag, den 17. Januar 2012 um 10:24 Uhr

120117VogRönneburg - Die Vogteistraße ist Unfallschwerpunkt, weil sie zur Tempo-30-Zone gemacht wurde. Das untermauern die Zahlen der Polizei. Ursache ist das  Versäumnis der Politik und Verwaltung die bereits 1997 "verkehrsberuhigte"

Straße den Erfordernissen einer Tempo-30 Zone baulich anzupassen. Erst nachdem sich eine Bürgerinitiative stark gemacht hat, wurde das Thema bewegt.

 

Im Verkehrsausschuss präsentierten Beamte der Wache Harburg die Daten von drei Jahren. Danach gab es in der Zeit 126 Verkehrsunfälle. Deutliche Unfallschwerpunkte sind die Kreuzungen an der der rund 3,5 Kilometer langen Strecke, an denen rechts vor links gilt. Abbiegefehler waren die häufigste Unfallursache. Es gab bei sämtlichen Unfällen keine Toten oder schwerer verletzten Unfallbeteiligten. Gezählt wurden 22 leicht verletzte Unfallopfer bei 19 Unfällen. Das waren in hauptsächlich Insassen von Fahrzeugen.

Die Zahl der leicht verletzten Radfahrer und Fußgänger wird mit fünf beziffert. Auffallend auch: Die Unfälle fanden fast immer bei guten Wetterbedingungen statt. Der Straßenzustand beim Unfallzeitpunkt wurde zum ganz überwiegenden Teil als "trocken" bezeichnet.

Fazit der Polizei: "Wir haben in dieser Straße ein Problem mit rechts vor links." Das ist nach Einschätzung der Verkehrsexperten vor allem baulich bedingt. Die Vogteistraße mache den Eindruck einer ausgebauten Straße. Nach heutigen Maßstäben wäre sie nicht als Tempo-30 Zone zulässig. Sie hat Ampelanlagen und ist als eine von zwei Strecken, die aus Meckelfeld nach Harburg führen, eine Durchgangsstraße.

Die Politik will, da sind sich alle Fraktionen einig, die Tempo-30-Zone trotzdem beibehalten. Dazu sind bauliche Maßnahmen nötig, die dieses Jahr noch umgesetzt werden sollen. Die Ampelanlagen, das ist bei Tempo-30-Zonen nicht vorgesehen, sollen bleiben. Bereits aufgemalt sind Piktogramme. Auch das ist eine Besonderheit. Sie wurden in Hamburg im Rahmen eines Modellversuchs bislang nur an einer anderen Stelle in einer Tempo-30-Zone aufgebracht. Obwohl die Ergebnisse nicht vorliegen, wurde dieses Konzept auch in der Vogteistraße umgesetzt.

Nicht kommen wird vermutlich ein Durchfahrtverbot für Lkw. Zählungen der Polizei haben keine besondere Belastung der Straße in diesem Punkt ergeben. zv

 
 

Kommentare  

 
#2 Arno Nym 2012-01-19 10:33
Lustig, Anwohner bauen (kaufen) an einer Straße und merken dann dass sie das doof finden, dazu gabs noch Unfälle und schwupps gibts ne 30er Zone. Jetzt kommt raus, dass sich an den Unfällen nichts geändert hat (vielleicht sinds ja sogar mehr als mit Tempo 50) Und das einzige was denen dann einfällt ist unbedingt 30 zu erhalten und jetzt Geld zum Umbau zu investieren?!? Warum nicht wieder zurück wenns doch nichts gebracht hat. Gleicher Mist wie damals auf der Stresemannstraß se, voreilig bewilligt und dann nie wieder aufgehoben.
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#1 Lars Müller 2012-01-17 16:20
Man sollte einfach "rechts vor links" aufheben und die Straße wieder zur normalen Vorfahrtstrasse machen. Das ist für so eine Verbindungsstra sse das was die Autofahrer eh fühlen. Tempo 30 kann ja gern bleiben. Schwupps - kaum noch Unfälle und keine Kosten.
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