120105Pauli1Moorburg - Happy End für den Silvesterausreißer "Pauli". Die Knallerei zu Silvester hatte den zehn Jahre alten Mischlingshund hart zugesetzt. Wie immer zog sich "Pauli" unter den Schreibtisch zurück, während Frauchen,

Herrchen und Gäste das neue Jahr feierten. Dann das Malheur: Irgendjemand muss die Tür offen gelassen haben, als er zum Knallen raus ging. "Pauli" suchte das Weite. "Es ist erst nicht aufgefallen", sagt Frauchen Angela Ritter. "Wir dachten er ist unter dem Schreibtisch."

Als klar war, dass "Pauli" weg ist, ging die große Sucherei los. Mit Taschenlampen wurde gesucht, auch die Polizei wurde eingeschaltet. Hinweise von Lastwagenfahrern führten bis zum Truckertreff Altenwerder. Doch "Pauli" blieb verschwunden. "Immerhin hatten die sich untereinander informiert, dass ein kleiner Hund ziellos in der Gegend rumirrt und sie beim Fahren aufpassen sollen", sagt Frauchen.

Dann kam der erlösende Anruf. "Wir haben hier jemand für sie verhaftet", so ein Beamter der Wasserschutzpolizei. Erst Hinweise durch besorgte Truckerfahrer auf "Pauli" sowie das furchtlose Zugreifen einer Eurogate-Mitarbeiterin hatten zur „Ingewahrsamnahme“ des völlig verängstigten und regennassen Pauli in der Zellmannstraße geführt. Offensichtlich hatten "Pauli" weder Revier- noch Zollgrenze während seines ausgedehnten Spaziergangs gehindert.

"Er war ganz schön mitgenommen", sagt sein Frauchen. "Er hat richtig gehumpelt, weil er so viel gelaufen ist." Mittlerweile ist "Pauli", der wegen seiner braun-weißen Färbung und der Liebe seiner Vorbesitzerin zu den Kiez-Kickern den Namen erhielt, wieder ganz "der Alte".

Zuhause heißt "Pauli" allerdings nur "Paul". Denn "Pauli" bekommt Angelas Mann nicht über die Lippen. Er ist vom Scheitel bis zur Sohle HSV-Fan. zv