120203MilchigBinnenhafen – Es sieht aus, als würden nach dem Großbrand an der Nartenstraße die Boote im Binnenhafen in Milch schwimmen. „Es ist eine Emulsion aus Kautschukmilch und Löschwasser, die sich in die Fleete, die Siele

und Gräben ergossen hat“, sagt Frank Krippner, Sprecher der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. „Sie hat keine direkte giftige Wirkung.“ An einzelnen Stellen hätten sich ölige Flecken auf dem Wasser gebildet. „Sie werden abgesaugt“, so Krippner.

Zurzeit prüfen Experten, wie die Verunreinigungen beseitigt werden können. Bei einem Siel hat man bereits starke Verunreinigungen durch klebrigen Kautschuk festgestellt. Ob überhaupt eine Reinigung möglich ist, steht nicht fest. Hamburgwasser, zuständig für die Siele, hat noch keine endgültige Schadensanalyse. „Erst einmal muss die Fahrbahn gereinigt werden, damit wir überhaupt an die Siele rankommen“, sagt ein Sprecher. Das ist Sache des Bezirksamtes denn die Nartenstraße ist Bezirksstraße. „Wir wissen um den Druck, unter dem die Anlieger stehen“, sagt Petra Schulz, Sprecherin des Bezirksamtes. Spezialfirmen sind bereits eingesetzt, die Lösungen  für eine möglichst schnelle Reinigung finden sollen.

 

Der Ruß, der sich in der Umgebung abgesetzt hat, ist laut Krippner „abzuwaschen“. Der Rauch, der sich bei dem Feuer entwickelte, sei zwar, wie alle Rauchgase die bei Bränden entstehen, gesundheitsgefährdend gewesen. Laut Behörde sind aber keine Dioxine freigesetzt worden. zv