110413TunnelHarburg - Geld für nix. Das ist die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU an die Verwaltung. "Es ist wirklich ernüchternd", sagt CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. Insgesamt neun Punkte wurden in Hinblick

auf mögliche Finanzmittel durch die Fachbehörde abgefragt.

Dabei ging es um den Schmuddel-Tunnel (Foto), den Markt oder das Freibad Neugraben. "Die insoweit zuständige Senatorin hat dem Bezirk keinerlei Finanzmittel in Aussicht gestellt für die Sanierung des "Schmuddel-Tunnels" Lüneburger Straße (anders als in Altona), für Förderprogramme für Studentenwohnungen in Harburg (anders als in Wilhelmsburg und auf der Veddel), für die Attraktivitätssteigerung der Harburger Innenstadt durch Umsetzung oder Teilumsetzung des vom Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden entwickelten Masterplans, für die Fortführung des Citymanagements in der Harburger Innenstadt, für die Unterstützung des Business Improvement District Lüneburger Straße, für die Unterstützung weiterer BID's im Harburger Innenstadtbereich und im Zentrum Neugraben, für die Umgestaltung der Harburger Marktfläche und Schaffung von Freitreppe und Markthalle, für die dauerhafte Fortführung des Freibades Neugraben und für die dauerhafte Gewährleistung des Centermanagements im BGZ Feuervogel und BGZ Neugraben", heißt es in der Stellungsnahme der CDU.

"Die Verweigerungshaltung des Senates zeigt, dass Harburg gegenüber anderen Stadtteilen praktisch als "Fünftes Rad am Wagen" betrachtet und erneut erheblich benachteiligt wird. Offenbar ist der Senat zu der Grundhaltung aus dem vorigen Jahrhundert zurückgekehrt, wonach Lasten und unangenehme Infrastrukturmaßnahmen wie selbstverständlich Harburg aufgebürdet werden können und die Vorteile im Wesentlichen nördlich der Elbe entstehen", deutet Fischer die Anwort auf die Kleine Anfrage. Projekte wie das Freibad Neugraben sind nach Einschätzung Fischers sogar in ihrer Existenz gefährdet. zv