111012LionsHarburg - Da haben die EU-Bürokraten der Harburger Tafel eine Suppe eingebrockt, die diese ganz gewiss nicht brauchte. Lebensmittel, so die Vorgabe aus Brüssel, müssen auch von den Spendern zu den Ausgabestellen der

Tafel gekühlt gefahren werden. Rund 35.000 Euro kostet der Ford, der den Ansprüchen Brüssels genügt.

Für die Tafel, die von Spenden lebt, ein Riesen Batzen Geld. So war es für die Lion Clubs in Harburg keine Frage, dass man hilft. 10.000 Euro gaben sie für das neue Fahrzeug dazu. "Jeder Club hat 2500 Euro gespendet", sagt David Breuer vom Lions Club Harburg-Altstadt. "Das Geld stammt aus dem Erlös des Konzerts des Ärzte-Orchesters, das wir einmal im Jahr im Helms-Saal veranstalten." Die anderen Clubs Harburg-Hafen, Süderelbe und Harburger Berge brachten ihren Beitrag ebenfalls aus vergleichbaren Veranstaltungen auf.

Das Geld ist gut angelegt. 25 Firmen spenden regelmäßig der Harburger Tafel, die die Lebensmittel zu den Ausgabestellen in Harburg, Neuwiedenthal, Buchholz und Winsen bringt. Zehn Tonnen Essen, so die Schätzung von Wolfgang Nießen, bewegt die Harburger Tafel jeden Monat - jetzt streng nach EU-Richtlinie. Nutznießer sind rund 1200 Menschen, die finanziell am unteren Ende in der Gesellschaft stehen. Ihnen wird mit den Spenden der Alltag erleichtert. Jede von ihnen ist laut Nießen bei der Tafel registriert. Vorher hat man zudem geprüft, ob sie tatsächlich bedürftig sind. zv