SireneHarburg - Haben Sie auch das Geheul in den Ohren gehabt ? Donnerstagvormittag wurden die Sirenen getestet, die die Bevölkerung im Überflutungsgebiet der Elbe vor extremen Hochwasser warnen sollen. „Es handelte sich hierbei

um den jährlichen Probebetrieb“, sagt Volker Schiek, Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport. „Der Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Anlagen auch dazu, das Sirenensignal - ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton - in Erinnerung zu rufen und auf die in Kürze beginnende Sturmflutsaison hinzuweisen.“

 

Hamburg verfügt zurzeit über knapp 70 Motorsirenen und 70 moderne Hochleistungssirenen, wobei das Sirenenwarnnetz auch in den kommenden Jahren sukzessive weiter ausgebaut und modernisiert wird.

Erhöhte Gefahr einer Sturmflut besteht insbesondere vom 15. September bis 31. März. Die modernen Hochwasserschutzanlagen der Stadt böten zwar Schutz vor Sturmfluten. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es bei naturbedingten Gefahren jedoch nie. Es sei daher wichtig, die betroffene Bevölkerung zu informieren und über das richtige Verhalten im Fall einer Sturmflut aufzuklären. Zu diesem Zweck gibt die Behörde für Inneres und Sport in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Harburg für den Süderelberaum und mit dem Bezirksamt Mitte für den Bereich Wilhelmsburg und Finkenwerder im Zwei-Jahres-Rhythmus spezielle Informationsbroschüren heraus.

Die Sturmflutmerkblätter erscheinen in Regionalausgaben und enthalten wichtige Hinweise für Anwohner des jeweiligen Gebietes. Außerdem stehen die Merkblätter im Internet unter www.hamburg.de/katastrophenschutz zum Herunterladen zur Verfügung und liegen zudem in den Bezirksämtern aus. Dort sind auch Übersetzungen der Merkblätter in mehreren Fremdsprachen erhältlich.

Darüber hinaus bsteht seit dem 18. August die Möglichkeit, sich über das Katastrophenfrühwarnsystem KATWARN per SMS und E-Mail vor Sturmfluten und anderen Gefahren warnen zu lassen. Dazu ist nur eine Anmeldung per SMS an die Service-Nummer 0163 - 755 88 42 mit dem Stichwort „KATWARN“ und dem Postleitzahlengebiet, für das die Warnung gelten soll, notwendig. zv

Hier können Sie sich den Sirenenwarnton noch einmal anhören: