110705urlaub2 Harburg- Die Sommerferien sind angebrochen, viele Harburger fahren in den Urlaub um dem Alltagsstress zu entfliehen und die Beine hochzulegen. Bevor man jedoch die Reise antritt, sollte man sich über wesentliche Dinge Gedanken

machen, damit die Ferien nicht im Desaster enden. So sollten sich Urlauber damit beschäftigen,  wie man ungebetene Gäste fernhält und das Haus effektiv vor Einbrüchen sichert.

Oliver Bienek (47), Inhaber des Schloss- und Sicherheitscenters Kri-Bie empfiehlt, mögliche Schwachpunkte am Gebäude mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu versehen. "Die klassischen Angriffspunkte sind die Haustür und Fenster. Für diese Bereiche gibt es Systeme die den Einbrecher abschrecken oder den Einstieg in das Objekt erheblich erschweren."

Als besonders effektiv hat sich das sogenannte Kastenschloss erwiesen, dass die Wohnungs- und Haustür mit einem Riegel zusätzlich verschließt. Außerdem kann der Einbrecher die Tür nicht mehr mit Werkzeug, wie beispielsweise einer Brechstange, aufhebeln. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Schloss von Außen sichtbar ist und abschreckende Wirkung haben kann. "Das Kastenschloss ist in das Schließsystem und wahlweise auch in das Mauerwerk integriebar", so Bieneck.

Die Kosten für den Einbruchschutz, inklusive Montage, liegen zwischen 100 und 200 Euro. Wem das nicht reicht, der kann sich an dem Panzerriegel bedienen, der über die komplette Tür geht und zusätzlich die Schaniere sichert. Der Panzerriegel geht ab 300 Euro los und endet, je nach Modell, bei 500 Euro. Die immer noch häufig verwendete Kette ist nicht mehr tauglich, denn mit viel Gewalt ist diese leicht zu durchbrechen. "Ein wirkliches Hindernis stellt diese Sicherung nicht dar." Ein typischer Schwachpunkt sind außerdem Fenster, die Einbrecher entgegen der landläufigen Meinung nicht nach oben, sondern nach innen aufhebeln und sich so Zutritt zum Innenbereich verschaffen. "Fenster können mit zusätzlichen Schlössern gesichert und verstärkt werden." Preislich fangen solche Zusatzelemente bei 30 Euro an.

Wem die Anschaffung eines Wachhundes zu Kosten- und Zeitaufwendig ist, der kann sich einen akustischen Schäferhund zulegen, der wie ein Bewegungsmelder funktioniert und im Haus aufgestellt wird. Betritt jemand das Grundstück, schlägt der "kleine Freund" Alarm. Ansonsten sollte man sich darum kümmern, dass ein Nachbar die Post aus dem Briefkasten holt und die Mülltonne nicht zu lange an der Straße steht. "Das sind für Einbrecher klassische Hinweise dafür, dass das Haus unbewohnt ist."

Doch nicht nur daheim sollte alles heil bleiben, auch einem selbst sollte gesundheitlich nichts passieren. Vor Reiseantritt empfiehlt es sich  vorsoglich mit einigen Medikamenten einzudecken, die im Ausland im Notfall hilfreich sein könnten. Apothekerin Britta Hinck (31) von der City-Apotheke  sagt: "Patienten, die sowieso Medikamente nehmen, müssen unbedingt genügend Medizin mitnehmen und sich um den sicheren Transport kümmern." Je nach Reiseort kann man prophylaktische Medikamente einkaufen. "Ganz allgemein empfehlen sich Desinfektionsmittel, Pflaster, Verband, Sonnenschutz und Zeckenmittel", so die Apothekerin. Auch die Erkältungsmedizin sollte griffbereit im Kulturbeutel liegen, etwa ein Fiebermedikament. Hick sagt: "Flug- und Schiffsreisende, die Probleme haben, können ein Medikament gegen Übelkeit in Form von Tabletten oder Kaugummi mitnehmen." Wer in außereuropäische Länder fliegt, muss sich unbedingt über eventuelle Impfmaßnahmen informieren. "Wir bieten bei uns eine Impfberatung an", so Hilcke.

Auch versicherungstechnisch sollten Urlauber nichts dem Zufall überlassen. Wolfgang Aschendorf, Makler des Unternehmens Aschendorf und Narten, sagt: "Über die Krankenversicherung sollte man eine zusätzliche Auslandsversicherung abschließen. Außerdem kann man eine Reisegepäckversicherung abschließen, allerdings deckt teilweise die Hausratsversicherung diesen Bereich ab." Individuell kann man sich vom Versicherungsunternehmen Aschendorf und Narten beraten lassen. (pw)

 

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