110120TerrorHarburg - Islamistischer Terror war und bleibt die größte Gefahr. Das sagte Dr. Manfred Murck, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2010 am Montag.

Harburg spielt dabei erneut eine zentrale Rolle. Nach der Schließung der Taiba-Moschee am Steindamm im August vergangenen Jahres hat sich erwartungsgemäß das Klientel auf andere Moscheen verteilt.

Laut Murck hat sich in Harburg ein Cluster gebildet. Etwa die Hälfte der als besonders problematisch eingestuften Islamisten der Taiba-Moschee, die als Al-Kuds-Moschee nach den Anschlägen vom 11. September 2001 weltweit bekannt wurde, weil die Terrorpiloten um den Harburger TU-Student Mohammed Atta dort gebetet und sich getroffen hatten,  treffen sich jetzt dort.

 

 

Auch nach den Anschlägen war Harburg immer wieder im im Zusammenhang mit den Anschlägen in den Fokus von Sicherheitsbehörden gekommen. Mounir Al Motassadeq, ebenfalls ehemaliger Student der TU, hatte in Harburg vor seiner Verurteilung zu 15 Jahren Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Beihilfe zum Mord in 246 Fällen bis 2007 gewohnt. Er war dabei ständig von Sicherheitsbehörden überwacht worden, die sich sogar in der ehemaligen Feuerwache am Hastedtplatz eingemietet hatten, um seine gegenüber liegende Wohnung beobachten zu können. In Harburg hatte er sich der Marokkaner nicht nur ungehindert bewegen können. Er würde von Sympathisanten geradezu hofiert (Foto).

Jetzt ist laut Verfassungsschutz die Moschee in Harburg, in der sich die "Hardliner" aus der Taiba-Moschee treffen, genau im Visier des Verfassungsschutzes. Als besonders gefährlich gelten die Islamisten, die als Jihadisten gelten, also als Unterstützer und Sympathisanten des bewaffneten "Heiligen Krieges". Diese Szene wird mit 40 Personen beziffert. Wie viele sich davon mittlerweile in der Harburger Moschee rumtreiben, gab der Verfassungsschutz bislang nicht preis. zv