110119PhaenomentaHarburg - Erlebniswissenschaft ist voll im Trend. Harburg soll so ein Science Center in dem sich Mitmach-Forscher so richtig austoben können bekommen. Die Idee dazu hatte  Margit Bonacker vom BID. Potenzieller Partner ist das Phänomenta, das es bereits

in Flensburg, Bremerhaven, Peenemünde und Lüdenscheid gibt. Die Vision bekommt Drive. Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg will 2000 Euro aus öffentlichen Mitteln einwerben, damit das Konzept auf Harburg

maßgeschneidert wird.


Möglichst in der City, vielleicht auch im Binnenhafen, auf mindestens 2500 Quadratmeter Fläche. So soll das Mitmach-Forschungscenter in Harburg aussehen. Die Idee hat begeistert. Gesine Liese und Prof. Dr. Andreas Liese, Initiatoren der Kinderforscher an der Technischen Universität oder Dr. Helmut Thamer, Geschäftsführer der TuTech sind im Boot. Auch die Politik interessiert sich offenbar für die Idee. „Es würde kein Geld beantragt werden, wenn man nicht vorher abgeklärt hätte, ob die Idee dort Rückhalt hat“, so ein Insider.


Das Konzept soll von den Machern der Phänomenta in Flensburg erstellt werden. Dort waren bereits die Mitglieder eines eingerichteten Arbeitskreises, um sich zu informieren. „Wir werden durch das Konzept auch sehen, was für Kosten entstehen werden und was man braucht“, sagt Bonacker. Ob in Harburg ein Ableger der Phänomenta entsteht, ist noch unklar. Unklar ist auch noch die Finanzierung, an anderen Standorten ist das Phänomenta als Verein oder Stiftung aufgezogen. Allein von den Einnahmen kann es nicht leben, Sponsoren oder Kommunen unterstützen.


Sicher ist schon jetzt, dass Harburg ein geeigneter Standort ist. Flensburg hat keine 90.000 Einwohner und ein eher bescheidenes Einzugsgebiet. Zum Vergleich: Im Bezirk Harburg leben rund 200.000 Menschen. An der Förde zieht das Phänomenta  70.000 Besucher im Jahr. Läuft es auch nur annährend so gut, wäre das Center in Harburg ein echter Magnet, von dem die Innenstadt partizipieren wird. Auch deshalb sind die Besitzer der Immobilien Feuer und Flamme.


Das Problem, wenn auch ein in den Augen der Initiatoren lösbares, ist momentan der Standort. Favorisiert war das ehemalige P&C-Haus am Ring. Dort zieht aber im Herbst das Fitnesscenter "Sportspaß" ein. Selbst das marode Harburg-Center wird als Standort nicht ausgeschlossen. Bis ein Science Center in Harburg seine Pforten öffnet wird noch etwas Wasser die Süderelbe hinab fließen. 2013 gilt als der frühste Termin.


Das 1985 eröffnete Science Center in Flensburg, welches in einem restaurierten Kaufmannshof seinen Sitz hat, bietet mehr als 170 Stationen, an denen nach Herzenslust experimentiert werden kann. Dort wurde auch Pionierarbeit geleistet. Es war das erste Center dieser Art in Deutschland, das Mitmachwissenschaft in Form von Experimentierstationen anbot. Den Ursprung haben die Science Center, man ahnt es, in den USA. 1969 eröffnete das Erste in San Francisco. Initiator war Frank Oppenheimer, der kleine Bruder von Julius Robert, der als „Vater der Atombombe“ in die Geschichte einging. zv

Weitere Infos zu den Phänomenta Science Centern : http://www.phaenomenta.com/