101216SchneeHarburg - Schneetief "Petra" muss bei der Bahn gelernt haben. Mit Verspätung zog die Schneefront über Harburg hinweg. Erst am Nachmittag rieselten die Flocken auf die Straße nieder. Die sorgten dann schnell für jede Menge Behinderungen.

Wieder waren es vor allem Lastwagen, die liegen blieben. Auf der Stadtautobahn ging dann schnell nichts mehr, weil gleich zwei Lastzüge auf der Europabrücke mit durchdrehenden Reifen nebeneinander stehen blieben. "Wir haben die Stadtreinigung gerufen. Aber die hat gesagt, dass sie ausgebucht ist", sagt ein deswegen eingesetzter Polizist. Erst ein privates Streufahrzeug konnte mit etwas Salz helfen, damit zumindest ein Fahrstreifen Richtung Hamburg wieder frei wurde.

Auch an vielen anderen Stellen kam es zu Behinderungen. Die Köhlbrandtbrücke wurde komplett gesperrt, weil sie von Lastwagen blockiert war, die auf der glatten Fahrbahn nicht die Auffahrten hoch kamen. Schwerere Unfälle gab es kaum. In Finkenwerder schleuderte ein Wagen gegen einen Laternenmast. Der Fahrer wurde verletzt. "Die meisten Autofahrer sind sehr vorsichtig und langsam gefahren", sagt ein Beamter der Verkehrsleitzentrale. Auf der A1 fuhren die Autofahrer mit Tempo 30 in den Feierabend. Dort hatte sich eine geschlossene Schneedecke auf der Fahrbahn gebildet.

 

Wer Einkaufen ging, konnte dagegen die Vorteile von Schneetief "Petra" genießen. "Diesmal sind nur die Leute gekommen, die auch tatsächlich etwas kaufen wollten", sagt ein Ladenbesitzer. Kaum Wartezeiten an den Kassen und die ungeteilte Aufmerksamkeit des Personals ließ die Kunden, die sich bei dem Wetter raus trauten, den Vorweihnachtsstress vergessen. Am Wochenende rechnen die Geschäftsleute dann mit dem vollen Programm. Den letzten Sonnabend vor Heiligabend werden viele Harburger nutzen, um die letzten Geschenke zu besorgen.