101212BaggerMoorburg - Den von der Hamburg Port Authority (HPA) favorisierte Standort für eine Schlickdeponie in Moorburg sehen die Initiatoren vom Runden Tisch Moorburg als erledigt an. Der Grund ist ein Flachwasserbrunnen über den

in unmittelbarer Nähe Trinkwasser aus einer Tiefe von 30 Metern gefördert wird. "Der wurde schlichtweg bei der Erstellung des Gutachtens übersehen", sagt Rainer Böhrnsen, Sprecher der Initiative. "Wir gehen davon aus, dass das Konsequenzen hat." - und zwar weitreichende. "Wenn die Maßstäbe für alle Standorte gleich sind, kommt Moorburg nicht mehr für die Schlickdeponie in Frage", sagt Böhrnsen.

In Curslack hatte so ein Brunnen dazu geführt, dass dieser Deponiestandort verworfen wurde. "Dabei ist der Flachwasserbrunnen in Curslack doppelt so weit vom untersuchten Deponiestandort entfernt wie in Moorburg. Sollte es bei der Standortwauswahl mit rechten Dingen zugehen, kann eine Neubewertung des Standortes Moorburg eigentlich nur zu dem Ergebnis führen, dass er nicht geeignet ist."

Der Hamburger Hafen benötigt sichere Wassertiefen für die Schifffahrt, damit auch die großen Containerschiffe weiter die Hansestadt anlaufen. Dazu muss Hafensediment ausgebaggert und an Land deponiert werden. Dies geschieht bislang auf den beiden Baggergutdeponien in Feldhofe und Francop. Laut HPA sind zwei Deponien notwendig, weil eine allein das anfallende Baggergut nicht aufnehmen kann. Die Deponie in Francop verfüge nur noch über geringe Restkapazitäten. Daher wird laut HPA eine neue Baggergutdeponie benötigt. Für eine zeitgerechte Anschlusslösung bei der Landunterbringung von Baggergut müsse deshalb umgehend die Planungen für den Bau dieser neuen Deponie eingeleitet werden. zv