Harburg - Die katholischen Schulen in Harburg können gerettet werden: In einem Gespräch zwischen der Bistumsleitung und Vertretern der Hamburger

Schulgenossenschaft einigten sich beide Seiten auf die Entwicklung eines tragfähigen Konzeptes für die katholischen Schulen südlich der Elbe.

Das Erzbistum Hamburg und die Hamburger Schulgenossenschaft haben sich auf die katholischen Schulen im Süderelberaum als mögliche Pilotschulen für eine Kooperation verständigt. „Wir haben die Schulgenossenschaft eingeladen, gemeinsam mit uns ein tragfähiges Konzept für die Schulen im Hamburger Süden zu entwickeln“, sagte Erzbischof Stefan Heße. Anschließend seien die Gremien des Erzbistums zu beteiligen und deren Zustimmung einzuholen.

„Die Anstrengungen haben sich gelohnt“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Harburger SPD, Claudia Loss (Foto links mit Generalvikar Ansgar Thim). „Es ist ein tolles Ergebnis für den Schulstandort Harburg, dass sich Erzbistum und Genossenschaft nun doch endlich verständigen konnten und die Rettung der katholischen Schulen im Bezirk ermöglichen."

Außerdem sagte Claudia Loss: "Besonders erfreut mich, dass nicht nur für das Niels-Stensen-Gymnasium die bereits beschlossene Schließung abgewendet werden kann, sondern dass es auch wieder eine Zukunft für den weiterführenden Zweig der Katholischen Schule Neugraben gibt. Im nächsten Jahr wäre die Stillegung mit dem Weggang der letzten Abgangsklasse im Jahrgang 10 vollzogen worden. Ihnen kann dann nach langen Jahren erstmals wieder ein neuer Jahrgang 5 folgen."

Gemeinsam mit der Katholischen Schule Harburg wird dann flächendeckend im Bezirk ein Gesamtsystem aller Schulformen fortbestehen können. Loss: "Wenn dann noch die Bonifatiusschule in Wilhelmsburg dem Verbund beitritt, wäre das Schulsystem Südelbien mit allen Schulen des vormaligen Erzbistums Hildesheim auf Hamburger Boden komplett."

In den kommenden Tagen und Wochen werden in weiteren gemeinsamen Sitzungen und in den Arbeitsgruppen die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Blick auf die katholischen Schulen südlich der Elbe ausgelotet. „Unser Ansatz setzt darauf, dass Viele mitmachen", sagt Christian Bernzen von der Hamburger Schulgenossenschaft. „Wir brauchen die tatkräftige Unterstützung der Verantwortlichen, der Schüler und der Eltern vor Ort. Daher werden wir jetzt verstärkt für unsere Idee der Genossenschaftsschulen werben.“ Bis zum 5. Juli 2018 soll die grundsätzliche Einigung zwischen Erzbistum und Schulgenossenschaft erzielt werden.  (cb)