Harburg – Sie haben den Mund nicht zu voll genommen. Als das „A-Team“ der Hamburger Regierungskoalition, Andreas Dressel (SPD) und Anjes Tjarks (Grüne),

im April bei einer Pressekonferenz den Ausbau der Technischen Universität in Harburg von jetzt 7000 auf 10.000 Studierende verkündete, hielt das so mancher für eine nicht finanzierte Träumerei. Doch nun kommt der Wachstumskurs der Hochschule in Fahrt. Zurzeit ist eine Senatsdrucksache in Arbeit. Sie soll im Januar vorgelegt und vor allem die Finanzierung der Ausbaupläne sichern.

Noch konkreter war Dr. Ralf Grote, Leiter des TUHH-Präsidialbereichs, in der Begleitgruppe zur Binnenhafenentwicklung. Die Universität sei vor knapp 40 Jahren im Thörl’schen Gebäude an der Harburger Schloßstraße gegründet worden, inzwischen befänden sich schon neun TUHH-Institute und –Institutionen im Binnenhafen und mit der Wachstumsinitiative würden weitere 30.000 Quadratmeter (zum Vergleich wieder die Verkaufsfläche des Phoenix-Centers: rund 28.000 qm) benötigt. Und die könne man nur noch im Binnenhafen finden – und zwar ganz konkret in Arne Webers Hamburg Innovation Port an der Blohmstraße. Grote: „Wir werden dort der Erstmieter und sicher auch der Ankermieter sein, der weitere Nutzer anlockt.“

Mit dem Wachstum will sich die Hochschule auch weiter gegenüber dem Bezirk öffnen. „Wir wollen zum Beispiel zeigen, was wir forschen“, sagt Grote. Räumliche Möglichkeiten dazu seien schon in der Planung. Der Riesenschritt in den Binnenhafen könne auch neue Diskussionen über eine attraktive Verbindung zwischen den beiden Hochschulstandorten auslösen. Schon beim ersten Blick wird deutlich, was die größte Hürde dafür sein könnte: die sichere Querung der Magistrale B73 und Eisenbahn. ag