Döner

Harburg - Der Streit im Europa-Parlament um die Zulassung von Phosphaten im Döner-Fleisch könnte sich auch drastisch auf Harburgs

Gastronomie -Landschaft auswirken. Harburg hat sich zu einer Döner-Hochburg entwickelt. Gefühlt gibt es in Harburg an jeder Ecke einen Döner-Laden. Und viele von ihnen wären bei einem Phosphat-Verbot in ihrer Existenz bedroht.
    
Steht Harburg vor einem Döner-Aus? "Ich hoffe, das dieses Verbot verhindert wird und nicht kommt", sagt Fatih Aktar gegenüber Harburg-Aktuell. Er ist Chef im Uni-Grillhouse, das bereits seit 20 Jahren an der Eißendorfer Straße Döner & Co anbietet.

Sollte so ein Verbot kommen, sieht er noch die Möglichkeit, auf Tiefkühl-Döner zu verzichten und den beliebten Fleischspieß frisch selbst zuzubereiten. "Das würde allerdings die Kosten in die Höhe treiben. Ob die Kunden den höheren Preis bezahlen würden ist fraglich", sagt der Döner-Experte.

Auch die vielen Döner-Fans in Harburg sind auf Zinne: "Ich glaube nicht daran, das meine Gesundheit durch die Phosphate gefährdet ist. Das ist völliger Bürokratie-Irrsinn", sagt der Harburger Moritz Germann. Der 22-jährige geht regelmäßig einen Döner essen. "Das geht schnell und ist preiswert", so Moritz German, der maximal sechs Euro für einen Döner bezahlen würde. "Mehr geht aber nicht, dann würde ich etwas anderes in der Pause essen."

Sauer über die schlechten Nachrichten aus Brüssel ist auch Abir Resat. Erst vor wenigen Wochen hat er sich mit seinem Geschäft Bingöl-Imbiss an der Eißendorfer Straße selbstständig gemacht. "Ich habe lange nach einem Laden in dieser guten Lage gesucht. Ich hoffe, dass dieser Plan schnell wieder vom Tisch ist."

"Wenn das Europa-Parlament diesen Plan umsetzt, sind viele Döner-Läden in ihrer Existenz bedroht", sagt Hamit Aras, Geschäftsführer bei Dubara am Schloßmühlendamm, und fügt hinzu: "Allerdings glaube ich nicht, das es zu einem Verbot kommen wird."  (cb)

Der Harburger Moritz Germann (22) lässt sich einen Döner schmecken. Foto: Christian Bittcher