Baumfrevel

Eißendorf - Unglaublicher Baumfrevel in Eißendorf: Ein bislang unbekannter Täter hat zwei Löcher in eine rund zehn Meter hohe Platane am

Mehringweg, an der Ecke zur Eißendorfer Straße, gebohrt und eine unbekannte Substanz in den Baum eingebracht. Seither ist deutlich zu erkennen, das dieser Baum im Vergleich nur wenige Blätter trägt - und vermutlich stirbt. Die Tat liegt bereits mehrere Wochen zurück. Anwohner informierten telefonisch die Abteilung Stadtgrün des Bezirksamtes über diesen Vorfall.

Möglicherweise war jemanden der Baum ein Dorn im Auge, weil er etwas schief wächst und über die Parkplätze und die Straße hinausragt. Oder fühlte sich jemand durch den Schatten des hohen Baumes gestört? Noch gibt es viele ungeklärte Fragen.

"Die Mitarbeiter waren am Freitag vor Ort und haben Proben der Substanz an den Löchern genommen, die in ein Labor geschickt worden sind",
sagte Bettina Maak, Pressesprecherin des Bezirksamt, am Dienstag bei einem Vor-Ort-Termin mit Harburg-aktuell.

Die Platane in Höhe des Mehringwegs 1 weist zwei Löcher im Durchmesser von je etwa 2,5 Zentimeter auf. Die Löcher wurden allerdings nicht von der Abteilung Stadtgrün gebohrt. "Wenn für Untersuchungen gelegentlich Löcher gebohrt werden müssen, sind diese deutlich kleiner, um die Beschädigung des Baumes so gering wie möglich zu halten", so die Pressesprecherin.

Der Baum wurde 1965 gepflanzt und hat einen Stammumfang von 2,3 Meter. Am Freitag wird der Baum gestutzt und Totholz entfernt. "Wir hoffen, dass er noch einmal austreibt und nicht komplett abgestorben ist", sagt Bettina Maak. Der Wertverlust für einen Baum dieses Alters und der Größe dürfte bei über 6.000 Euro liegen. Maak: "Wenn wir den Baumfrevler erwischen, dürfte es teuer werden."  (cb)

Baumfrevel, Markiertes Bohrloch im Baum Foto: cb