100716PollerWilhelmsburg - Bizarr. Bizarrer. Buschwerder Hauptdeich. Die Sperrung, Entsperrung und geplante Neusperrung der Straße, die Jahrzehnte als Bypass um die Kreuzung Kornweide diente, wird vollends zur Behördenposse. Die Sperrung des Buschwerder Hauptdeichs durch Poller ist beseitigt. Aber sie kommen wieder. Jetzt ist die Ausweichstrecke keine Deichverteidigungsstraße mehr, sondern zu einem Gebiet erklärt worden, in dem es "haufenweise" Probleme gibt. Die Haufen am Deich, so haben die Mitarbeiter des "Fachmanagements öffentlicher Raum" im Bezirksamt Mitte ausgemacht, verursachen Lastwagenfahrer. „Die Straße wurde für den Verkehr gesperrt weil sie hauptsächlich als Parkplatz für wartende Lkw genutzt wurde, mit allen unschönen Begleiterscheinungen wie Vermüllung und Belastungen mit Fäkalien“, heißt es in einer Stellungsnahme der Unterabteilung Garten- und Straßenbaurevier Finkenwerder-Wilhelmsburg. Dabei dürften die Lastwagen dort nicht einmal stehen. Im Buschwerder Hauptdeich herrscht absolutes Halteverbot. Doch dieses durchzusetzen, sieht man sich beim Bezirk Mitte nicht in der Lage. „Wir haben 25 Mitarbeiter beim Bezirklichen Ordnungsdienst, die in Schichten arbeiten müssen“, sagt Mitte-Sprecher Lars Schmidt. Deshalb die Straßensperrung. Diese soll, nachdem die Poller nach ersten Beschwerden wieder abgebaut wurden, wieder kommen. Man will noch die Arbeiten an der Rethehubbrücke und die damit verbundene Sperrung abwarten. Dann wird der Buschwerder Hauptdeich wieder zugepollert. So will man das Kaka-Problem in den Griff bekommen. Verkehrsprobleme befürchtet man nicht. Nach Beobachtungen der Polizei und eigenen Beobachtungen haben sich keine negativen Auswirkungen gezeigt, heißt es seitens der Behörde. Das kann Normen Zurke, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Hamburg nicht nachvollziehen. Dort hatten sich zahlreiche Firmen beschwert, weil es durch die Poller zu erheblichen Staus in dem Bereich gekommen war. zv