Harburg – Das denkmalgeschützte Fabrikgebäude der ehemaligen New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie bleibt größtenteils erhalten. Der Bezirk

hat dem Konzept für eine neue Nutzung des Geländes zugestimmt. Das hat die Senatspressestelle jetzt mitgeteilt. Das Konzept sieht Freizeitangebote, Büros, ein Parkhaus und attraktive Wohnungen vor. Das alles soll zum Teil in bestehenden Gebäuden, aber auch in einem neuen Hochhaus im Westen des Areals und einem „deutlich niedrigeren“ Haus im mittleren Bereich untergebracht werden.

Mit der Zustimmung des Bezirks hat das neue Leben in der alten Kammfabrik eine weitere Hürde genommen. Jetzt muss das Bebauungsplanverfahren Harburg 68 noch zu Ende geführt werden. Der nächste Termin: öffentliche Plandiskussion „Projekt HafenQuartier Harburg“ am Mittwoch, 3. Mai, 18.30 Uhr, im Sitzungssaal des Harburger Rathauses.

Die Einigung hat gedauert. Zu klären war eine zentrale Frage: Wie kann ein nitrosaminverseuchtes Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, gerettet und wirtschaftlich genutzt werden? „Es ist erfreulich zu sehen, dass es dank eines Einigungswillens auf allen Seiten zu einer denkmalpflegerischen und städtebaulichen guten Lösung gekommen ist, die auch unter wirtschaftlichen Aspekten tragfähig erscheint“, sagt Hamburgs Oberbaudirektor Jörn Walter.  Das Ensemble werde so zu einem Zeichen für die bedeutende Geschichte sowie für die Zukunft des Harburger Binnenhafens werden.

Auch Harburgs Baudezernent Jörg Penner freut sich: Die New-York-Hamburger Gummifabrik sei eines der letzten großen Zeugnisse der Industriekultur im Harburger Binnenhafen, und der Binnenhafen lebe vom Mix aus altem und neuem. „Ich bin sehr froh, dass der neue Investor und der Stadtplanungsausschuss sich zu dieser Mischung bekennen und aus der Gummifabrik ein einzigartiges Wohnquartier aus alten Industriefassaden und neuen Hochhäusern entwickeln wollen“, sagt Penner. Das könne ein großartiges Projekt werden. ag