Harburg – Vor nicht einmal zwei Jahren, im Juni 2015, wurde für viel Geld der Abgang zum Gloria-Tunnel saniert. Jetzt soll das Pflaster wieder aufgerissen werden.

Satt der Treppen ist eine zehn Meter breite, mit rotem Klinker gepflasterte Rampe geplant. Das Geld dafür soll unter anderem aus frei werdenden Mittel kommen, nachdem ein Verkehrsgutachten für die Moorstraße nicht mehr durchgeführt wird.

Der Plan mit dem Rampenbau kommt, wie bereits berichtet, zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt. Das Konzept zur Aufwertung des Gloria-Tunnels ist gescheitert. Das ArtCafé, ein Kernpunkt der Maßnahmen, gibt es nicht mehr. Die Unterführführung, die immer wieder als Konzept in Frage gestellt wurde, bleibt weiter ein Schmuddeltunnel. Das Lichtkonzept wurde durch ergänzende Zwangsbeleuchtung konterkariert. Die hässliche Fliesenwand ist geblieben. Ebenso konnte keine Lösung für die mit Holzplatten verrammelte Gewerbefläche, die zu einem angrenzenden Gebäude gehört, gefunden werden.

Ohnehin sind nach der Lösung  des Problems „Harburg-Center“, das abgerissen und neu gebaut werden soll, neue Ansätze für die Querung des Harburger Rings zwischen Fußgängerzone und Seevepassage möglich. Uwe Schneider (CDU) hatte erneut eine radikale Lösung ins Gespräch gebracht. Der Tunnel soll zugeschüttet werden. Die Idee ist nicht neu, war aber am Widerstand der SPD gescheitert. Dennoch hatten zwischenzeitlich Fachleute, zuletzt im Rahmen des Gestaltungswettbewerbs „Seevepassage“, immer wieder die Zuschütt-Lösung favorisiert. „Die Gesamtsituation ist so, dass man grundsätzlich das bestehende Konzept überdenken sollte“, bekräftigt Schneider erneut. „Dabei sollte es keine Denkverbote geben.“ zv

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