Findus

Eißendorf - Ein unerwartetes und wunderbares  Happy End hat es jetzt in Eißendorf gegeben: Der im Februar verschwundene Kater "Findus"

ist wieder bei seiner Familie. Dank Hightech-Chip konnte die Familie ihr geliebtes Haustier jetzt wieder in die Arme schließen. Wie berichtet hatte Familie Sommer vor einigen Wochen verzweifelt nach ihrem neuen Familienmitglied, das erst wenige Wochen zuvor zu der am Beerenhain lebenden Familie gekommen war, gesucht.

Rund 50 Suchplakate wurden im Umkreis von einem Kilometer aufgehängt, Nachbarn befragt und Passanten angesprochen. Die Familie schaltete Suchanzeigen, informierte und besuchte die Tierschutzvereine Hamburg, Buxtehude und Buchholz und fuhr einmal wöchentlich in das Tierheim Süderstraße, um dort vor Ort zu schauen, ob Findus abgegeben wurde - Leider alles ohne Erfolg.

Da Findus gechipt ist, informierte Olivia Sommer natürlich an erster Stelle TASSO, die Tierschutzorganisation, die das Haustierzentralregister für gechipte Tiere für die Bundesrepublik Deutschland führt.

Viele lange und für die Familie traurige Wochen verstrichen, in denen Findus verschwunden blieb. Dann endlich die Erlösung: Auf allen Kanälen klingelten die Telefone - Es war TASSO mit der erlösenden Nachricht: "Die Tierschutzorganisation wurde von einer Tierärztin in Stelle informiert, die dort auch die Tierauffangstation betreibt, dass dort ein schwarzer gechipter Kater abgegeben wurde", sagte Olivia Sommer freudestrahlend gegenüber harburg-aktuell.

Über den Chip wurde der Kater als der in Eißendorf vermisste Findus identifiziert. "Der Kleine ist einfach mal rund 12 Kilometer nach Lindhorst in Seevetal gestromert, wo er bei einer Dame jammernd vor der Tür gelandet ist. Die freundliche Dame hat das miauende Tier in ihrem Schuppen aufgenommen und versorgt", sagt Olivia Sommer, und fügt hinzu: " Da der Kater so zerfledderte Ohren hat, dachte sie, es sei ein Streuner und kam nicht auf die Idee, dass es sich um einen Hauskater handeln könnte, der sogar gechipt ist."

Findus ließ sich mehrere Wochen in Lindhorst in Vollpension verköstigen, zeigte sich aber höchst dominant der eigenen Katze der Dame gegenüber, so dass sie ihn letztlich doch in die Hände der Tierärztin in Stelle gab. Und so fand Findus wieder den Weg in sein rechtmäßiges Zuhause.

Dass Findus diese recht weite Reise in eine völlig fremde Gegend gemacht hat, gibt Rätsel auf, da Katzen eigentlich über einen sehr guten Orientierungssinn verfügen. Sommer: "Die Tierärztin bezeichnete es schon als Phänomen, da in der Gegend häufig Katzen aus anderen Gemeinden zulaufen. Sie mutmaßte, dass diese ungewöhnliche Häufigkeit etwas mit Besonderheiten im Magnetfeld oder mit (elektro-)magnetischen Wellen in dem Gebiet zu tun haben könnte, die die Orientierung der Tiere beeinflusst."

Ob Findus einer besonderen Strahlung gefolgt ist, die Welt erkunden wollte oder sich einfach nur verlaufen hat, konnte er uns leider nicht erzählen. Tatsache ist: Dank Chip und der Registrierung und der Unterstützung von TASSO hat Findus wieder in sein zu Hause zurück gefunden und die Familie freut sich sehr über das Happy End.  (cb)