Harburg - Unter dem Titel "Sterben für das Paradies - Erlebnisse einer Rettungsmission im Mittelmeer" steht der Vortrag des Harburger

Studenten Till Rummenhohl am 7. März im Audimax II der Harburger Universität. Ab 19 Uhr berichtet der Master-Student des Schiffbaus und der Meerestechnik an der TU-Harburg über seine Erlebnisse bei einem Hilfseinsatz im Mittelmeer an Bord der "Aquarius".

"Viele Menschen verlassen diese Länder auf der Suche nach einer besseren, sicheren Zukunft. Ihr Ziel: Europa. Ein Hindernis: das Mittelmeer", sagt Rummenhohl. Er fuhr im Sommer 2016 mit der zivilgesellschaftlichen Organisation SOS Méditerranée auf Rettungsmission, um vor der libyschen Küste Menschen zu retten, die sich auf dem Weg ins geglaubte Paradies in Seenot befanden.

„Hier hatte ich das Privileg, pure Menschlichkeit zu erleben; viel Leid, aber ebenso viel Glück und Hoffnung zu sehen“, sagt Rummenhohl. „Diese Erlebnisse an Bord der Aquarius haben mich geprägt, meine Erfahrungen werden mich mein Leben lang begleiten.“

Da nicht jeder die Chance oder den Mut hat, auf diese Art zu erfahren, warum sich Menschen auf diese gefährliche Reise begeben, wird Rummenhohl am Dienstag, 7. März, von seinen Erlebnissen berichten. „Als ich von meiner Mission zurückkehrte und immer öfter von Hass und Unverständnis hörte, wurde mir klar, dass ich meine Erfahrungen nicht für mich behalten darf“, so der 24-Jährige. Der Vortrag an der TUHH ist Auftakt für eine Info-Tour durch Deutschland und Europa.

Der Vortrag im Audimax II in der Denickestraße 22 beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei - Spenden sind erwünscht. (cb)