Hermann Krüger

Harburg - Harburg hat einen ganz besonderen Menschen verloren: Hermann Krüger, der Gründer vom Löwenhaus im Phoenix-Viertel ist tot. Der

pensionierte Lehrer und Schulleiter verstarb am Freitag, 27. Januar, nach langer Krankheit im DRK-Hospiz in Langenbek. Am 8. Februar wäre er 70 Jahre alt geworden.

Vor elf Jahren war Krüger noch voll Engagiert als Schulleiter der Schule Bunatwiete/Maretstraße. Seine Idee war es, Kinder im Löwenhaus sinnvoll zu beschäftigen, bevor sie auf der Straße herumlungerten. Gemeinsam mit Rainer Micha vom ASB setzte er das Vorhaben, einen Ort zu schaffen, an dem sich die Kinder wohl fühlen, etwas zu Essen bekommen und Unterstützung bei den Hausaufgaben erhielten, in die Tat um.

Alles begann in kleinen Räumen am Schloßmühlendamm. Im Laufe des Jahres wurde das pädagogische Angebot ständig erweitert und es folgte 2007 der Umzug an die Kalischerstraße ins Phoenix-Viertel, wo das Löwenhaus noch heute als Anlaufstelle für Kinder zu finden ist.

Mehr als zehn Jahre lang war Krüger das Herz und die Seele des Projektes. Er hatte für jeden ein offenes Ohr, brachte viele Steine ins Rollen und ermöglichte es mit seinem Handeln auch den Kindern aus armen Familien an Reisen in den Ferien teilzunehmen.

"Auch nach der Pensionierung hat Hermann Krüger jede freie Minute in das Löwenhaus investiert", sagt Christopher Schatzki, der die Leitung des Löwenhauses 2016 von ihm übernahm. "Er war Chef und Vaterfigur - wir haben zwar einen ganz besonderen Menschen verloren, werden das Projekt in seinem Namen weiterführen."

Die Beisetzung wird im engsten Familienkreis erfolgen. (cb)