160606Defi1Harburg - Leben retten auf dem Harburger Wochenmarkt: Am neuen Verkaufswagen des Geflügelhofs Schönecke ist ab sofort ein Defibrillator einsatzbereit

. Damit ist der Harburger Markt der erste Wochenmarkt in Hamburg, der über so ein modernes Gerät verfügt.

Hintergrund: In Deutschland sterben etwa 100.000 Menschen jährlich an plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand, dem sogenannten Herztod. Im Fall eines plötzlichen Herztodes hilft nur eine schnelle Defibrillation. "Das Warten auf den Notarzt kann schon zu lange dauern. Aus diesem Grund haben Hersteller speziell für die Anwendung durch Laien den Automatisierten Externen Defibrillator (AED) entwickelt", sagte Christian Micheel, Dozent in der Notfallmedizin.

160606Defi

Henner Schönecke zeigt den Defibrillator, der in seinem neuen Verkaufswagen hängt.

Das Gerät erklärt dem Nutzer jeden Schritt ganz genau per Sprachanweisung. Micheel: "Das Gerät entscheidet sogar selbst, ob eine Impulsabgabe notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird dieses Funktion frei geschaltet und der Anwender aufgefordert, den Impuls per Knopfdruck auszulösen."

160606DefiQ2

Simone und Christian Micheel, Henner Schönecke und Gerd Blockhaus. Fotos: cb

Am Sonnabend erklärte er den ersten Marktbeschickern die korrekte Handhabung. Er und seine Frau, Blumenhändlerin Simone Micheel, hatten die Idee, einen Defibrillator dauerhaft auf den Markt zu stationieren. "Dieser Defibrillator ist ab sofort am Marktstand des Geflügelhofs Schönecke einsatzbereit. Und das an allen sechs Markt-Tagen und das ganze Jahr ohne Urlaubsunterbrechung", sagte Henner Schönecke gegenüber harburg-aktuell.

Die Mietkosten inklusive Kosten für die Wartung -rund 40 Euro im Monat - tragen die Marktbeschicker gemeinsam. "Das ist ein sehr guter Impuls für den Harburger Wochenmarkt. Super, das wir jetzt über so ein Gerät verfügen", sagte Schönecke.

Demnächst wird an dem neuen Marktwagen noch einen gut sichtbaren Aufkleber angebracht, das sich an Bord ein Defibrillator befindet. Schönecke: "Außerdem werden wir nach und nach unser Personal medizinisch schulen lassen."  (cb)