160427MuseumHarburg - "Aufbruch 86" lautet der Titel der neuen Ausstellung im Harburger Museum. Und die wirft einen Blick auf die Harburger Kunstszene der vergangenen 30 Jahre.

Dass Harburgs vielfältige Kulturlandschaft die Menschen aus Hamburg und Umgebung anzieht und begeistert, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Schon seit den 1980er-Jahren gilt: Harburg muss sich als Kulturstandort nicht verstecken - hier ist seit vielen Jahren eine gelungene Mischung aus regionaler und internationaler Kunst beheimatet.

Vom Dienstag, 24. Mai bis Sonntag, 3. Juli, gibt das Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum den Akteuren einer besonderen Epoche künstlerischen Aufbruchs eine Bühne: den Harburger Künstlern Udo Dettmann, Tomasz Zielinski, René Havekost und Michael Heckert. Unter dem Titel „Aufbruch 86“ blickt die Ausstellung auf eine Kunstszene, die in den 80er-Jahren für viel Aufsehen sorgte, und dokumentiert jene Zeit anhand von Künstlerbiographien und wichtigen Werken.

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In leerstehenden Fabrikgebäuden, wie Balatros, entwickelte sich die Kunstszene. Foto: pr

Mitte der 80er-Jahre entwickelte sich in Harburg in verschiedenen leerstehenden Fabrikgebäuden und Lagerhallen eine junge kreative Kunstszene. Unter dem Titel „Aufbruch 86“ fand 1987 eine viel beachtete Ausstellung mit Werken der Künstler Tomasz Zielinski, René Havekost und Michael Heckert im Helms-Museum statt. Die drei Künstler hatten, im Verbund mit vielen anderen Kultur-Engagierten, in dieser Zeit einen großen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung des Stadtteils. Gemeinsam mit dem Künstler Udo Dettmann rief René Havekost 1999 den Kunstverein Harburger Bahnhof ins Leben. Beide waren dort zwei Jahre als künstlerische Leiter tätig.

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Die Künstler René Havekost (v.l), Udo Dettmann, Michael Heckert und Tomasz Zielinski. Foto: pr

Nach fast 30 Jahren soll nun die Ausstellung „Aufbruch 86“ unter dem gleichen Titel und am gleichen Ort einen dokumentarischen Blick auf diese Zeit ermöglichen. Das Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum stellt anhand der Biographien und zahlreicher Werke der vier Künstler die kulturelle Entwicklung im Hamburger Süden dar mit umfangreichem Fotomaterial, Texten, Zeitungsartikeln sowie vielen Original-Exponaten aus den letzten dreißig Jahren. Die 80er-Jahre waren geprägt von einer Aufbruchstimmung, die vielen Kunstprojekten in der Region eine nie dagewesene Schubkraft verlieh.

Der Eintritt zur Ausstellung im Museumsplatz 2 kostet sechs, ermäßigt vier Euro. Besucher bis 17 Jahre haben freien Eintritt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.  (cb)