151222KnallHarburg - Hände weg vom illegalen Feuerwerk! Diese Warnung gibt die Feuerwehr Hamburg auch in diesem Jahr heraus. Und das hat einen sehr ernsten Hintergrund: Jedes Jahr gibt

es in Hamburg mehrere Dutzende Menschen, die illegalen Böller schwer verletzt werden. Um die Spreng-Kraft dieser verbotenen Feuerwerkskörper zu demonstrieren, lud die Feuerwehr und der Kampfmittelräumdienst die Hamburger Medien an die Feuer- und Rettungswache Harburg in den Großmoorbogen.

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Bei falschem Umgang mit Feuerwerk kann es zu schweren Verletzungen kommen. Foto: cb

Anhand von sogenannten Polen-Böllern, die aus Sicherheitsgründen vom Kampfmittelräumdienst hinter meterhohen Schutzwänden und mit ausreichend Sicherheitsabstand zu den Medien-Vertretern zur Detonation gebracht wurden, wurde gezeigt, welche Sprengkraft diese Kracher haben. Diese illegalen Knaller sehen aus wie herkömmliche Böller, doch durch ihre Zusammensetzung und Herstellung ist ihre Sprengkraft um ein vielfaches höher. Auch, wenn sie viel kleiner sind, als die legalen Böller.

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Die Hack-Hand wurde durch den illegalen Böller zerfetzt. Foto: cb

"Wenn diese gefährlichen Böller in der Hand detonieren, kommt es zu schweren Verletzungen wie zersplitterten Knochen, tiefen Fleischwunden, zerfetzten Sehnen und sogar zu abgetrennten Fingern", sagte Feuerwehr-Pressesprecher Martin Schneider. Von der Hand aus gefrorenem Hackfleisch fehlten nach der Sprengung des Böllers sämtliche Finger.

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So sehen einige der illegalen und sehr gefährlichen Böller aus. Foto: cb

Und auch die Schweinpfote, die der menschlichen Hand von den Abmessungen her ähnlich ist, war nach der Detonation reichlich zerfetzt: "Da hat der Arzt in der Klink viel zu tun, um die freiliegenden Sehnen und Knochen wieder zusammenzuflicken", sagte einer der Experten.

Deshalb der eindringliche Rat der Feuerwehr: "Bitte benutzen Sie nur legales Feuerwerk!" (cb)