151217SpeicherHarburg - Der Speicher am Kaufhauskanal hat sich als maßgebliche Kulturspielstätte und populäre Eventlocation im Hamburger Süden erfolgreich etabliert. "Wir können mit

der ersten Saison zufrieden sein und sind sehr glücklich über den Verlauf der vergangnen Monate", sagten Eigentümer Rolf Lengemann und Geschäftsführer Henry C. Brinker am Donnerstag bei der Jahrespressekonferenz.

Insgesamt wurden rund 1,8 Millionen Euro in die hochkarätige Kulturstätte investiert. Entstanden ist die "Aufregendste Veranstaltungs-Location im Hamburger Süden", die im Mai dieses Jahres eröffnet wurde. Und der Erfolg gibt den Machern recht: Ein Drittel der Kultur-Veranstaltungen war ausgebucht, ein weiteres Drittel war zu Hälfte ausgebucht und nur bei einem Drittel blieb die Besucherzahl unter 100 Personen. Besonders die Vermietungen für Firmenveranstaltungen und private Feiern spülen Geld in die Kasse. "Wir peilen allerdings bereits für die kommende Saison eine schwarze Null an", betonte Henry C. Brinker.

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Rolf Lengemann und Henry C. Brinker am Speicher. foto: cb

Zu den Publikums-Highlights der letzten Saison gehörten die Blockflötistin Dorothee Oberlinger, die Gambistin Hille Perl sowie die ausverkauften Gastspiele von Schleswig-Holstein-Musikfestival und Harbourfront-Literaturfestival. Auch das von der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützte Internationale Musikfest Buxtehude fand vor vollen Rängen statt. Das Oktoberfest wurde zu einem kleinen Überraschungserfolg, zuletzt zog der Weihnachtsmarkt mehr als 1500 Besucher an.

Außer den 20 Kulturveranstaltungen im Speicher fanden 30 Events statt vom Innovation- Kongress mit 400 Teilnehmern bis zur Hochzeit. „Der Speicher ist auch neben der Kultur zu einem wichtigen Kristallisationspunkt im gesellschaftlichen Leben des Bezirks geworden“, so Eigentümer Rolf Lengemann. Die Unternehmen der Region haben den Speicher als ihre Location entdeckt: Dierkes & Partner, Carlisle, Becker Marine Systems, die Logistik-Initiative und viele andere waren bereits im historischen Fachwerkbau an der Blohmstraße zu Gast.

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Der Weihnachtsmarkt im Speicher lockte rund 1500 Besucher an. Foto: cb

Die nächste Saison wird am 30. April um 11 Uhr mit einer Matinée-Vorstellung eröffnet. Aufgeführt wird die Kammeroper „Aminta e Fillide“ nach einer Schäfer-Kantate von Georg Friedrich Händel, eine Co-Produktion mit den Händel Festspielen Halle und dem Liebhabertheater Schloß Kochberg. Aus München kommt der Universal-Künstler und Opernregisseur Dominik Wilgenbus und präsentiert seine erfolgreiche One-Man-Show „Mein Wagner“.

„Anders als in 2015 wird der Speicher künftig als Ganzjahresspielstätte betrieben, bisher war nur eine Nutzung vorwiegend von Mai bis Oktober geplant“, so Geschäftsführer Henry C. Brinker. Die Nachfrage nach dem Speicher am Kaufhauskanal als vielseitigem Veranstaltungsraum erzwingt hier jedoch seit Monaten ein Umdenken.

Der Mittagsbetrieb des Lunchcafés, in der Eröffnungssaison ein wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit, wird eingestellt. Zu oft kollidierten die zeitlichen Anforderungen aus dem Eventlocation-Betrieb mit der täglichen Mittagsöffnung.

Neuer Bildungspartner 2016 ist das Friedrich-Ebert-Gymnasium, die Kooperation war ein Herzensanliegen des ehemaligen Schülers und Speicher-Eigentümers Rolf Lengemann und des FEG-Schulleiters Oberstudiendirektor Volker Kuntze. Weitere Schulpartnerschaften sind in Vorbereitung.

Das gesamte Programm ist unter www.speicher-amkaufhauskanal.de einsehbar. Tickets gibt es bei der Konzertkasse Gerdes und an allen Vorverkaufsstellen. Die Ticketpreise in der kommenden Saison liegen stabil bei 19 bis 25 Euro plus Gebühr. Schüler und Studenten zahlen die Hälfte.   (cb)