151204Krömeke1Harburg - Der Binnenhafen bekommt ein weiteres Fenster in die Geschichte: Der Hamburger Künstler und Architekt Werner Krömeke ist derzeit wieder im Binnenhafen

im Einsatz, um ein weiteres Werk zu vollenden. Dieses Mal entsteht an der Klappbrücke über den Westlichen Bahnhofskanal am Veritaskai ein Blick in die Geschichte, der vor allem vom Kanalplatz sehr gut sichtbar sein wird.

Zwei Fenster in die Geschichte hat Krömeke im Harburger Binnenhafen bereits umgesetzt: Eine Kleines im Durchgang am Palmspeicher und eine 18 Meter hohe und acht Meter breite Installation an der Wasserseite des Palmspeichers begeistern die Passanten und Experten gleichermaßen. Werner Krömeke macht mit seinen künstlerischen Installationen an Baudenkmälern historische Arbeitswelten sichtbar.

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Werner Krömeke an seinem fast fertigen Wandbild. Foto: cb

Sein neustes Werk zeigt die "Einmündung in den Westlichen Bahnhofskanal um 1900". Mit Hilfe des Harburger Museums hat er aus dem dortigen Archiv ein Foto gefunden, das genau das Gebäude am Veritaskai an der Einmündung zu dieser Zeit zeigt. Die Arbeits-Szene am Wasser wurde stark vergrößert und auf wetterfeste Alu-Dibond-Platten gedruckt. Das entstehende Werk, das aus elf einzelnen Platten zusammengesetzt ist, wird rund acht Meter lang und 3,50 Meter hoch sein.

Zu sehen sind auf dem Wandbild zwei Schuten. Eine fährt gerade in den Kanal hinein und eine hat an der Kaimauer festgemacht. Und hier beginnt das große Rätsel dieses Fotos: "Auf der zweiten Schute sind nach Auskunft des Völkerkundemuseums Personen aus dem Andenraum zu sehen", sagte Werner Krömeke gegenüber harburg-aktuell. Und: "Warum dieses Personen zu diesem Zeitpunkt im Harburger Binnenhafen waren, bleibt ein Rätsel."

Die Kosten in Höhe von 9400 Euro kommen zur Hälfte aus Bezirklichen Sondermitteln. Die anderen 50 Prozent teilen sich die Stiftung Denkmalpflege Hamburg und zwei Sponsoren:  Die Harburger Baufirma Aug. Prien und der Projektentwickler Aurelis unterstützen Krömekes Projekt.

Krömeke ist mittlerweile mit seinen Fenstern der Geschichte in ganz Deutschland unterwegs. Auch im Harburger Binnenhafen sind weitere Projekte in Planung. (cb)