090807TUHHHarburg – Das neue Hauptgebäude der Technischen Universität, bestehend aus Neubau und historischer Pionierkaserne, sollte ein architektonischer Glanzpunkt (Foto) werden, dieser Traum droht nun zu platzen. Es soll eine Billig-Fassade als Sparmaßnahme kommen, weil die Baukosten explodieren. Mit den bereit gestellten 24 Millionen Euro wird man nicht auskommen, klammheimlich wurde deshalb umgeplant. Eine billigere Fassade soll her, um so bis zu 500.000 Euro einzusparen. Die Politik in Harburg wurde dabei völlig übergangen. Die hatten eher zufällig von den Neuplanungen erfahren. Im „Spektrum“, der Zeitung der Uni war die Billig-Alternative vorgestellt worden. „Das hat schon zu großem Erstaunen geführt“, sagt Ernst Hornung (CDU),was geschmeichelt ist. Die Bezirkspolitiker sind richtig sauer. Sie wollen auf keinen Fall, dass an der Fassade gespart wird. „Sie muss so kommen, wie sie geplant ist“, sagt CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer. Er hat bereits Gespräche mit Kultursenatorin Karin von Welck geführt. Man sei sich einig, dass die ursprüngliche Fassade ausgeführt werden soll. Mehr Geld will Hamburg dafür aber nicht locker machen, deshalb muss woanders gespart werden. Das wird, geht es nach Fischer, beim Innenausbau sein. „Dort in den kommenden Jahren etwas zu ändern ist einfacher und sicher günstiger als eine Fassade zu erneuern“, sagt Fischer. Er, seine Parteikollegen und die GAL haben dazu einen gemeinsamen Antrag zur nächsten Bezirksversammlung gestellt. Man will sich nicht mit dem neuen Plan abspeisen lassen, der „nicht annähernd die Qualität des hervorragenden, beschlossenen Entwurfs erreicht“. Jetzt soll der Vorsitzende der Bezirksversammlung, Michael Hagedorn ran. Er soll sich nördlich der Elbe, notfalls direkt beim Bürgermeister Ole von Beust dafür stark machen, dass das zukünftige Hauptgebäude der TU als eines der herausragenden Bauwerke Harburgs auch  die  angemessene Fassade bekommt. zv