151020DRKNeugraben - Vor exakt einem Monat sind die ersten Flüchtlinge in die DRK-Erstaufnahme am Geutensweg eingezogen. Innerhalb weniger Stunden wurde der

ehemalige Baumarkt in Neugraben-Fischbek mit dem Notwendigsten ausgerüstet. Schon am ersten Tag zogen 300 Menschen hier ein. Jetzt haben Vertreter des DRK-Teams und der Anwohner-Initiative „Willkommen in Süderelbe“ weitere Schritte für Hilfsmaßnahmen vor Ort diskutiert.

Schnell, unkompliziert und engagiert waren die Helfer der Anwohner-Initiative „Willkommen in Süderelbe“ gleich vom ersten Tag an im Einsatz, um im ehemaligen OBI-Baumarkt am Geutensweg Hilfsangebote zu realisieren. Auf dem Gelände werden künftig bis zu 750 Menschen untergebracht.

Dieta Brandt, Leiterin der DRK-Einrichtung, bedankte sich im Rahmen eines Planungstreffens vor Ort bei den Vertretern der Anwohner-Initiative. „Ihre Helfer haben uns sehr unterstützt und uns in den ersten Tagen ein ganzes Stück vorangebracht. Für dieses tatkräftige Mitanpacken bedanken wir uns herzlich“, erklärte Brandt.

Aus Sicht von Hans Korndörfer, Mitgründer der Anwohner-Initiative, konnte die Flüchtlingshilfe schnell in effiziente Bahnen gebracht werden: „Wir sind hier vernetzt, man kennt sich untereinander. Das ist eine gute Basis für die zukünftigen Aufgaben. So funktioniert Süderelbe eben.“ Gemeinsam mit den Teamsprechern der Initiative plant der Kreisverband, die Zusammenarbeit bei verschiedenen Angeboten vor Ort weiter auszubauen und zu optimieren. Dafür werden ab sofort „Tandems“ gebildet, bei denen pro Bereich ein DRK-Mitarbeiter mit einem Ansprechpartner auf Seiten der Initiative kooperiert.

Ein Kleiderlager konnte bereits nach einem Tag seine Verteilung aufnehmen, Sport und Freizeitangebote werden inzwischen regelmäßig und mehrmals pro Woche für die Bewohner angeboten, ebenso Deutschkurse. Beim Thema Sprachbarrieren sehen DRK und Vertreter der Initiative großen Bedarf: „Wir suchen dringend Dolmetscher für den arabischen Sprachraum“, so Dieta Brandt. Wer auf Honorarbasis eine Übersetzertätigkeit übernehmen möchte, kann sich im Team Personal des DRK-Kreisverbandes oder vor Ort melden (Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Informationen der Initiative sind zu finden unter www.insuederelbe.de  (cb)