100704Beach6Binnenhafen - Der größte Beachclub der Hansestadt wird an seinem angestammten Platz in eine weitere Saison gehen.  Möglichst schnell will Gastronom Heiko Hornbacher die Veritasbeach am Veritaskai öffnen. Die Entscheidung

 

dazu fiel am Freitag. Zuvor hatte Projektentwickler Frank Lorenz kein endgültiges Konzept für das dort seit Jahren geplante Hotel vorgelegt.

„Wir werden mit Volldampf arbeiten, um möglichst schnell öffnen zu können“, sagt Hornbacher. Zu Ostern soll es eine noch improvisierte Party geben. Mit dem Tanz in den Mai soll dann offiziell die Beachclub-Saison in Harburg eröffnet werden. „Wir müssen die Palmen ordern, Personal einstellen und das Gelände auf Vordermann bringen“, so Hornbacher.

Zuvor muss noch der Vertrag mit der Stadt für die Nutzung des Geländes unterzeichnet werden. Die hatte dieses Jahr zu einer echten Hängepartie für Hornbacher und die Beachclub-Fans werden lassen. Weil es seit Jahren Pläne für ein Hotel an der Stelle, gibt, rechnete Hornbacher immer damit, dass er dort die letzte Saison sein darf. Doch das Projekt wurde nie realisiert. Spektakulär waren nur die „Zwischenstände“. Mal war der Vertrag für ein 250-Betten-Hotel, Investitionssumme 30 Millionen Euro, unterschriftsreif. Dann geisterte es durch ein Ergebnisprotokoll der IBA / igs, wo es als 65 Meter hohe „weithin sichtbare Landmarke“ gepriesen wurde. Im Januar machte das Projekt „noch gute Fortschritte“.

Die Behörde ließ sich sogar breitschlagen eine kostenpflichtige Anhandgabe des Geländes auslaufen zu lassen, sie aber weiterhin zu „dulden“. Endgültiger Termin: 31. März. Der ist vorbei. Jetzt herrscht einigermaßen Klarheit. „Herr Lorenz hat das Gelände wieder frei gegeben. Er will aber weiter dem Projekt nachgehen“, heißt es aus dem Bezirksamt. Im Klartext: Das Areal wird neu ausgeschrieben. Ob sich jemand findet, der als drittes Hotel im Binnenhafen antritt wird sich zeigen. Denn das B&B Hotel soll bereits kommendes Jahr öffnen. Ein  K-Star Hotel soll auf dem Gelände von Ecocity 2013 realisiert werden.

So viel Entgegenkommen hat man bei den Behörden für Hornbacher bislang nicht gehabt. Zwar wurde der Beachclub immer als „wichtig“, oder „Standortfaktor“, zuletzt als eine Attraktivitätssteigerung Harburgs für Studenten gepriesen. „Es hat aber schon enttäuscht, wie viel von der Politik zum Thema Beachclub in den letzten Jahren versprochen und wie wenig umgesetzt wurde“, so Hornbacher. Denn einen echten Ersatzstandort, wie er seit Jahren für den Fall eines Neubaus auf dem Gelände angekündigt wurde, gibt es nicht. zv