150905HerbstfestHarburg – Wenig Gäste, über lange Strecken gelangweilt wirkende Standbetreiber. Das Herbstfest war das in diesem Jahr dritte Fest auf dem Rathausplatz, das man

getrost als Flop bezeichnen darf. „Ich bin Kummer gewohnt“, brachte es der Eisverkäufer auf den Punkt. „Aber so ein müdes Fest habe ich noch nicht erlebt.“ Auch der Mann von der Schießbude war frustriert. Am Sonnabend, dem eigentlich stärksten Tag, hatte er nach eigenen Angaben kaum etwas zu tun.

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Der Festplatz am Sonntagmittag zum Frühschoppen. Foto: zv

Der Platz vor dem Rathaus hat sich damit als Ort für Veranstaltungen mit Volksfestcharakter weiter disqualifiziert. Schon das Rathausfest Anfang Mai war nicht so angenommen worden, wie gewünscht. Die Betreiber von mehreren Food-Trucks, eigentlich die Trend-Gastronomie dieses Jahres, zogen frustriert vorzeitig ab. Die Veranstaltung „Sport und Spaß für Alle“, während des erstmals wegen der Flüchtingsproblematik auf dem Rathausplatz stattfindenden Vogelschießens war ein völliger Reinfall. Jetzt traf es das Herbstfest des HTB, das mit einem wenig innovativen Konzept aus Bier, Buftata und Dorffestambiente daher kam und sich auch noch gegen das Alstervergnügen behaupten musste. Pikanterweise waren die Stände für Kinder an der Ecke aufgebaut, an der sich die hartnäckige Säuferszene festgesetzt hat, die auch am Sonnabend die Besucher des Herbstfestes durch ein Spalier auf den Sitzbänken an dem Zugang aus Richtung Arcaden "begrüßte". Lediglich das Kaspertheater war in Richtung Museumsmeile aufgebaut. Aber auch das fand am Sonntagnachmittag zur 16.30 Uhr-Vorstellung gerade mal rund 15 Kinder als Zuschauer. zv

Veröffentlicht 7. September 2015